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Donnerstag, 15. März 2018

Einladung als Entschuldigung - Invitation

Hallo & Welcome back!

Vor einigen Wochen habe ich mich mal wieder gerne an das gute alte London zurückerinnert.

In London ist es in vielen Lokalen so, dass es auf Tischen ein Rollstuhlzeichen gibt. Und wenn man nun als Rollstuhlfahrer reinkommt, bittet ein Kellner die Leute die dort sitzen den Tisch zu wechseln.
Sehr nett muss ich sagen! Und wirklich vom Vorteil denn: als Rollstuhlfahrer kann man oft nicht jeden Tisch nutzen. Zum Beispiel hohe Tische nicht. Oder Tische die man nur über Stufen erreichen kann.

Und zack sind wir schon beim Thema angelangt!
Es war Faschingsamstag - Vormittag. Ok, kurz vor Mittag. Ich kam mir in dem Möbelgeschäft schon mal so vor als wär ich die einzige die schon bereit für den Faschingsumzug ist. Aber egal. Das spielt hier keine Rolle.
Wir haben das Restaurant des Möbelgeschäftes betreten und es war - wie zu erwarten - voll. Ein Tisch der stufenlos erreichbar war, war zwar frei, aber reserviert. Nun, es wären noch 3 weitere Tische frei gewesen. Aber: dafür hätte ich drei Stufen überwinden müssen. Unmöglich mit dem E-Rollstuhl!

Nun, meine Mama sprach eine Kellnerin an. Die zeigte wenig Interesse. Die Lösung wäre ja einfach: eine andere Familie hätte einen Platz einnehmen können der nur über Stufen erreichbar ist und wir dann deren Tisch.
Meine Mama ging also auf ein älteres Ehepaar zu. Die waren auch gewillt ihren Platz zu tauschen, hatten allerdings schon bestellt. Das heißt, eine Kellnerin hätte kommen müssen und das gemeinsam mit uns allen klären sollen. Aber es kam niemand.

Nachdem sich nebenan ein „Konkurrent“ befindet - ebenso Möbelgeschäft mit Restaurant - sind wir dann dahin gegangen.
Dort wurde auch schon eine Rampe gebaut damit man als Rollstuhlfahrer die Terrasse nutzen kann. Nachdem ich das vorgeschlagen hab.

Wie ihr es wahrscheinlich schon gedacht habt, habe ich mich auch beim Geschäft direkt beschwert. Meine Idee, zukünftig keine Stufen mehr einzubauen, wurde positiv angenommen. Die MitarbeiterInnen werden geschult damit so etwas nicht nochmal passiert und wir haben Essensgutscheine bekommen.
Also: wir werden wieder hingehen und ausprobieren, ob es nun besser funktioniert.



I love London. You probably know that. And I feel like London is very wheelchair-friendly! I also made the experience that they do have tables with a wheelchair-sign on them so that if someone with a wheelchair is coming to the restaurant the table has to be made free for handicapped people when there is sitting someone who is not disabled.
This is great because there are often tables which are too high for wheelchair-users or which are only reachable when you can get over stairs.

So we went to a furniture shop a few weeks ago. They also have a restaurant and we wanted to eat there. As always it was very full. There was only one free table left which was reachable without stairs. However, this table has been reserved. 
But there were three free tables left for which you would have to get over stairs. And that is impossible with my electronical wheelchair!

So my mum went to a waitress and asked for help. The solution was kinda easy: someone who was sitting "downstairs" could change the table to one of those "upstairs" and we could get their table. However, the waitress did not want to help!
We have found a family who would have changed their table with us, but they ordered already. So we would have needed a waitress again. But no one came to help.

So we decided to go to another furniture shop and eat there!
I also wrote a complaint to the other furniture shop. And I asked them if they could not build stairs anymore. 
They apologized and said, that they will talk to their staff. And as soon as they rebuild the restaurant they will get rid off the stairs. And: they gave us coupons!
So we will go there again and see how the waitresses act now.

-Laura

Montag, 29. Januar 2018

Behinderte shoppen nicht - We don‘t shop!

Hallo & Welcome back!

Ich war wieder mal am Land unterwegs (also bei meinen Eltern) und habe mich gefragt ob die Leute wirklich glauben, dass „Behinderte“ nicht shoppen gehen?

Es war kurz vor den Weihnachtsfeiertagen und auch wir mussten dafür noch einiges einkaufen. Und irgendwie war jeder Behindertenparkplatz besetzt!
So viele Menschen mit Handicap hab ich aber am Land bisher nicht gekannt und deshalb mal gecheckt, ob sie einen Ausweis haben. Einer! hatte einen ..
Natürlich waren auch die anderen - also normalen - Parkplätze besetzt.

Das schlimmste: am Land wird das nicht so konsequent kontrolliert wie in der Stadt. Und das stört mich wirklich sehr. Denn es ist nicht egal, dass diese speziellen Parkplätze besetzt werden & das müsste viel öfter abgestraft werden finde ich.

Denn ja: auch „Behinderte“ gehen einkaufen ihr Lieben; wir sperren uns nicht zu Hause ein. Stellt euch vor: wir gehen sogar zu Veranstaltungen, Feiern und vieles mehr was man halt so macht.


I have been visiting my parents again. They don‘t live in a city like I do and I really asked myself if people here think, that disabled people don‘t shop?

Some days before christmas also we had to buy food but somehow almost every parking slot for disabled people was occupied. To be honest: I haven‘t seen so many disabled people in this „village“ until then. And so I thought I would check if they have a card in their car which shows, that they need this parking slot. One! had it in the car ..
Of course also most of the normal parking slots have been occupied.

The worst thing is: in most cities they do control if disabled people or non-disabled people do use these parking slots. In most „villages“ they don‘t. But no matter where you live: they should control it everywhere because disabled people do need these bigger parking slots.

I just want to add: YES also disabled people go shopping; they don‘t stay at home every time. The truth is: we go to parties and all that kind of things too.

- Laura

Montag, 8. Januar 2018

Ständig kaputt - Broken again

Hallo & Welcome back.

Kaum zu glauben, dass mein elektrischer Rollstuhl noch nicht einmal 3 Jahre alt ist wo er doch ständig kaputt ist :(
Das mein Rollstuhl immer wieder Zicken macht, dürfte den meisten von euch bekannt sein. Diesen Rollstuhl brauch ich vor allem, um Bus zu fahren. Lange Spaziergänge zu machen. All diese Dinge.

Als ich im Oktober in Wien war, machte der Rollstuhl am Heimweg plötzlich Probleme. Eigentlich dachte ich es liegt an der Kälte, doch auch einen Tag später (es war Sonntag) machte der Rollstuhl Probleme. Und deshalb bin ich mit meinem kleineren Rollstuhl zum Accessibility Check gefahren.

Gleich am Montag wurde der Rollstuhl abgeholt und durchgecheckt. Es gab eine Fehlermeldung, diese wurde behoben. Ich bekam den Rollstuhl nach ein paar Tagen wieder mit der Nachricht, ich soll mich melden wenn das Problem wieder auftaucht. Nur einige Wochen später tauchte das Problem wieder auf. Seither war der Rollstuhl ca. 3 Mal beim Sanitätshaus.

Es wurden Batterien ausgetauscht so wie ein Modul. Und eigentlich hatten wir einige Tage vor Weihnachten, als ich den Rollstuhl wieder bekommen hab die Hoffnung, dass wir uns erst für einen üblichen Jahrescheck wiedersehen. Aber nein, nur wenige Tage später machte der Rollstuhl eine Art Vollbremsung. Wär ich nicht angeschnallt gewesen, hätte ich mir wehgetan da ich wahrscheinlich rausgefallen wäre weil ich meinen Oberkörper nicht so halten kann.

Nun, ich habe einen Ersatzrollstuhl bekommen denn meiner wurde eingesendet. Auf Dauer ist das natürlich kein Zustand, da meiner an mich angepasst ist. Aber ich vertraue meinem Rollstuhl im Moment nicht; gar nicht.
Und ganz ehrlich: wenn das Problem auch bei der Herstellerfirma persönlich nicht gefunden wird, brauche ich wohl oder übel einen neuen.


Can you believe that my electronical wheelchair is only 3 years old when you hear that it is broken again? :(
If you have been following me for a while you know that my wheelchair is broken quite often. But I need it for leaving the house, for using the bus, for doing long walks with my dog. All that kind of things.

When I was in Vienna back in October he had problems again. I thought it was because it was kinda cold, but even one day later I still had those problems. 

On Monday - two days later - they took my wheelchair to repair it. At least they tried to fix it.

Well, since then my wheelchair was broken a lot of times. And once I almost fell!
And now they have sent it to the manufacturer and I have another one until I get mine back. But I need my wheelchair because it is adapted especially for me.
If they can not fix it now I really need a new one.

-Laura

Mittwoch, 5. Juli 2017

Nicht hineinversetzen - Putting in someone's position

Hallo & Welcome back.

Wie oft hab ich schon gesagt: "Dann sollen die sich doch mal in einen Rollstuhl setzen um zu fühlen wie das ist!" Aber... geht das überhaupt?

Nein - das geht nicht!
Das ist mir gerade vor ein paar Wochen wieder aufgefallen, als ich bei einer Party teilnehmen wollte, die an einem nicht barrierefreien Ort stattfand (das wusste ich vorher nicht).
Beim reintragen bin ich leider etwas gekippt und habe mich erschrocken und deshalb aufgeschrien - mir ist aber nichts passiert und mir wäre auch nichts passiert. Aber ein Schock gehört ja dazu..
Endlich drin bei der Party fanden das aber alle - die nicht beim reintragen geholfen hatten - sehr lustig. Und ich fand das gar nicht nett; es fühlte sich an, als würden sie über mich lachen!

Also fuhr ich erstmal nach Hause!
Aber was ich sagen möchte: JEDER Rollstuhlfahrer ist individuell. Der eine hat sehr viel Kraft im Oberkörper, der andere mittelmäßig viel und der nächste wiederrum fast gar keine. Ich würde mich zu denjenigen zählen, die mittelmäßig viel Kraft haben. Denn immerhin kann ich ein paar Dinge mit meinen Armen selbst machen und auch meinen Hund auf meinen Schoß heben.

Trotzdem fehlt mir die Kraft irgendwo. Speziell im Nacken. Wenn ich nach hinten gekippt werde und dies etwas zu viel ist, kippt mein Kopf nach hinten. Und das geht natürlich auch in den Rücken und tut weh. Und man hat dann das Gefühl, als könnte man sich nicht mehr halten und hat Angst, aus dem Rollstuhl zu fallen.

Und genau deshalb können sich andere Leute nicht einfach in den Rollstuhl setzen und mal selbst fühlen wie das ist!


How often did I already say "They should sit in the Wheelchair and feel how it is!" But that is impossible, right?

Yeah it is impossible!
A few weeks ago I have seen that again because I wanted to take part of a little party which took place in a non-accessible area (I didn't know that before).
When they lifted me inside I was tipping a big back and got scared and screamed a little because of that - but nothing happened and nothing could have even happened. However, to get scared in such situation is normal..
As soon as I have been inside everybody start to laugh - at least those who did not help lifting me inside - not funny at all. It felt like they are laughing at me!

So I went back home!
But what I wanna say is: EVER Wheelchair-user is different. One can have a lot of strength, one can have some strength, and the next one can have almost no strength. I would count myself to those who have some strength. Because I can do some things with my arms and also lift my dog up on my lap.

However of course I am missing the strength in some parts of my body. One of these parts is my neck. When I tip back sometimes my head is falling back. And this - of course - hurts in my spine. And then I get the feeling that I can not hold myself anymore and I get scared to fall out of my Wheelchair.

And that is also why others (non Wheelchair-users) can not imagine how it is!

-Laura

Montag, 5. Dezember 2016

#yourstory: Der Rollstuhl ist Schuld - It is the wheelchair's fault

Hallo & Welcome back.

Ich frage immer mal wieder andere Menschen nach ihren Geschichten. Ob sie etwas erlebt haben, wovon ich vielleicht hier am Blog noch nie berichtet habe.

Heute geht es um das Thema: Beziehung - denn auch Menschen die im Rollstuhl sitzen führen Beziehungen und leben oft in Partnerschaften; sind verheiratet und haben vielleicht auch Kinder!

Desiree (nicht ihr richtiger Name!) hat mir geschrieben, dass sie schon länger single ist und es nun übers Netz versucht. Hier und da hat sie dann auch mal Dates mit diesen Männern - so wie eben alle Menschen mittlerweile; zumindest viele Menschen lernen ihren Partner mittlerweile übers Internet kennen. 
Vor einigen Wochen hatte sie wieder ein Date "mit einem tollen Mann" - so schreibt sie es. Sie haben sich richtig gut verstanden und Desiree dachte auch, dass daraus womöglich was werden könnte.
Doch beim nächsten Treffen meinte dieser Mann dann zu ihr, dass sie wirklich nett sei, er sich aber keine Beziehung mit ihr vorstellen könnte.
Natürlich hat Desiree nach dem Grund gefragt; und als Grund nannte er den Rollstuhl.


Nun muss ich erstmal sagen: für mich ist das kein Grund. Ein Rollstuhl kann doch nicht ernsthaft ein Hindernis sein! Von diesem Rollstuhl wusste der Mann sicher schon, während die beiden geschrieben haben.
Und ich muss auch sagen, dass ich diesen Mann recht "kindisch" finde.

Nun aber zu meinen eigenen Stories:
Ich hab so eine Geschichte nicht auf Lager! Mir ist das noch nicht passiert - vielleicht wollten es die Männer auch nur nicht aussprechen, aber als Grund dafür, dass es nicht zwischen uns passen könnte, wurde mir noch nie der Rollstuhl genannt!
Ich bin aber auch wirklich etwas schockiert von dieser Geschichte; ich dachte, wir leben im 21. Jahrhundert?!


I was always thinking about asking other people about their stories; if they have experienced something I did not and I never wrote about before.

The subject today is: Relationship - because also people with a disability do have relationships and sometimes even kids.

Desiree (not her real name!) wrote me, that she is already single for a very long time and is now looking for a partner for a partner online or via Apps. And now she sometimes has dates and she had one a few weeks ago. She wrote, that she thought that he would be a nice man. They had a great time and met again. However, he then said that Desiree would be really nice but he thinks that she is not the right one. Of course she asked for the reason; and he said the wheelchair is the reason. 

Now I first have to say that this is no reason! Or at least it should not be THE reason. A wheelchair can't be an obstacle. And I guess the man has known about the wheelchair already before they met. I do think that this man is kind of childish and not grown up.

Now, however, let us get to my own stories: 

I did not have such an experience yet. At least no one told me that the wheelchair would be the reason for a relationship which does not work out. 
However I am truly shocked about this story. I thought we were living in the 21st century? 

-Laura 

Montag, 8. August 2016

Ein ganzes halbes Jahr - Me Before You

Hallo & Welcome back.

Einige Wochen ist es nun her, dass ich einen Blogpost über "Ein ganzes halbes Jahr" geschrieben. Beziehungsweise war es nicht direkt über die Story selbst, sondern vielmehr über die viele Kritik die die Geschichte bekam. Hier der Blogpost: "Keine Kritik weil"

Mittlerweile könnte ich negative Kritik ausüben. Denn ich habe kurz nach der Veröffentlichung des Blogposts von einer Assistentin (& Freundin) das Buch ausgeliehen bekommen. Vor zwei Tagen habe ich es fertig gelesen - und wenn ich alleine gewesen wäre hätte ich ziemlich sicher geweint. Und das nicht nur einmal während dem lesen des Buches.

Aber ich habe absolut keine negative Kritik. Mich hat das Buch überrascht. Ich lese gerne, aber wenn ich so einen "fetten Schinken" in de Hand bekomme dann bin ich oft schon genervt weil ich glaube, dass viel unnötiges drin steht und die Story in die Länge gezogen wird. Diesmal war das nicht so. Jedes Detail fand ich wichtig um sich besser in die Geschichte hineinversetzen zu können. Und das Buch ist einfach sehr gut geschrieben - ich mag Jojo Moyes Art zu schreiben!

Die ganzen Details helfen vor allem denjenigen Menschen die nichts mit so einer "Sache" zu tun haben sich besser hineinzufühlen. Und obwohl ich eine Behinderung habe war das mal eine ganz andere Sichtweise. Ja, ich habe schon Leute kennengelernt die aufgrund eines Unfalls im Rollstuhl sind. Aber ich habe nie viel mit ihnen gesprochen - viele von ihnen waren aber auch sehr glücklich und viel unterwegs.
In dem Buch sieht man einfach einmal die andere Seite. Es kann auch anders in einem Menschen aussehen. Ich finde auch, dass die Kritiker übertreiben. Ich höre nicht oft von Menschen mit einer Behinderung, die sterben wollen. Also so wie Will Traynor es in dem Buch möchte.


Source: bellinisandblush
It has been some weeks ago when I wrote about "Me Befor You". Well, it was more or less about the reviews to the movie and not about the story itself. Here you can read it: "No review because"

However now I could write a bad review. Shortly after I uploaded the blogpost one of my personal assistance (& a friend) borrowed me the book. I finished reading it two days ago - and if I would have been alone I would have cried. And not only once, but a few times while reading the book.

But I don't have a bad review. I was surprised by the book. I like to read, but when I get a book which is as "heavy" as this one I usually am irritated, because I often do think that so many "non-sense-things" stand in a book and the story is just too long. But it was different with this book. I liked every single detail - so I could feel the story better. And the book is written so good - I like Jojo Moyes kind of writing!

All the details help especially those who have nothing to do with such an object. And even I needed the details - although I am disabled. Yes, I met people before who sit in a wheelchair because of an accident. But I never talked to them a lot - and most of them have been very happy and have been on the move nearly always.
The book just shows us the other side. It can look quite different in a disabled person (or even in a non-handicapped-person). And I do thinks that the critics are overacting. I rarely hear from disabled people who want to die. Just like Will Traynor wants it in the story.

-Laura

Montag, 18. Januar 2016

Stärken? - What am I good at?

Hallo & Welcome back.

Ein Blogpost den ich gestern auf Twitter geteilt habe hat mich zum nachdenken gebracht. Und eine Situation, die mir gerade eben erst passiert ist.

In dem Blogpost ging es darum, dass man als Rollstuhlfahrer nicht als krank angesehen werden möchte. Man möchte auch nicht der Grund für eine Heldentat sein ("nur" weil jemand einen gerade irgendwo hochgehoben hat) und man möchte nicht für alles Danke sagen was andere selbstverständlich ganz alleine machen.

Und mir gerade vor einigen Tagen passiert: als wir den Zebrastreifen überquerten, hat mich ein Typ der ebenfalls den Zebrastreifen überquerte richtig angestarrt. Ich sagte natürlich gleich - ganz laut - "Der hat wohl noch nie einen Rollstuhl gesehen!" und meine Begleitung (wer das in dem Fall war ist doch egal) meinte dann "Nein, der hat noch nie so eine schöne Frau gesehen!" - ich muss zugeben: so habe ich das noch nie gesehen.

Und nun habe ich mal wieder darüber nachgedacht was denn eigentlich so meine Stärken sind. Wofür ich wiedererkannt werden möchte. Und es ist definitiv nicht der Rollstuhl!
Viel mehr gehören zu meinen Stärken folgende Dinge: Schreiben (das wisst ihr wohl alle) und Singen. Außerdem bin ich kommunikativ, einfallsreich, neugierig (passt ja zum Schreiben) und aufgeschlossen. Und was ich auch ganz gut kann ist lächeln - ich lache gerne und viel.

Und genau aus diesem Grund steht meine Muskelerkrankung auch nicht an erster Stelle wenn ich mich irgendwo bewerbe. Meine Muskelerkrankung und der dazugehörige Rollstuhl (meine Beine) wird erst am Ende einer schriftlichen Bewerbung genannt.

Was ich damit sagen möchte ist, dass jeder Mensch mit Behinderung genau so seine Talente hat wie ein Fußgänger. Und dafür möchten wir wiedererkannt werden, und nicht für den Rollstuhl, die nette Assistentin, oder unseren süßen Assistenzhund.

Klar, der Rollstuhl gehört zu mir, aber er ist und sollte nicht mein einziger Wiedererkennungswert sein.


I shared a blogpost yesterday on Twitter. It isn't english, but that doesn't matter for now. The blogpost and a situation which just happened to me made me think of something.

The blogpost was about the fact that wheelchair-users don't want to be seen as sick. They also don't want to be the reason for a heroic deed ("only" because someone just lifted you up to somewhere) and they also don't want to say Thank you for everything what people who walk do naturally on their own.

And what happened to me a few days ago: when I passed the street another man who passed the street stared at me. I then said - really loud - "He probably has never seen a wheelchair before!" and then my companion (whoever it was; that doesn't matter) said "No he has probably never seen such a pretty woman before!" - to be honest: I've never seen such a situation like this before.

And that made me think - once again - about the things I am good at. About the things I want to be remembered for. And it is definetly not my wheelchair!
The things I am really good at are: Writing (I guess you knew that already) and Singing. And I am communicative, fancy, curious (perfect for a person who loves writing) and open-minded. And to add one last thing: I laugh a lot - and very loud.

And that's also why my disabilty is in the background whenever I apply for something. My disability and the wheelchair (aka my legs) are always mentioned at the end of a written application.

What I would like to say with this blogpost is, that every person with a disability has talents too - just like people who walk normally. And that's what we would like to be remembered for, and not for the wheelchair, the nice carer, or the sweet assistance dog.

Of course the wheelchair is a part of me, but it is not and it should not be the recognition value of myself.

-Laura

Montag, 7. September 2015

Geduld - Patience

Hallo & Welcome back.

Echt krass, was mir manchmal passiert.

Es gibt Läden, an denen ich an der Kasse überhaupt keinen Stress habe; nicht einmal dann, wenn andere Kunden hinter mir warten. Denn die KassiererInnen sagen dann so Sachen wie "Nur keinen Stress, so viel Zeit haben wir", oder "Packen sie ruhig in Ruhe ein, wir haben keinen Stress" - an dieser Stelle ein großes DANKE an alle KassiererInnen die verstehen, dass man mit einer Behinderung manchmal auch etwas länger braucht.

Aber dann gibt es auch noch die andere Sorte von KassiererInnen.
All jene, die kein Verständnis für Menschen aufzeigen, die halt etwas mehr Zeit brauchen.
Sie klatschen einem das Wechselgeld so in die Hand, dass einem alles auf den Boden fällt.
Oder sie DUtzen einen einfach mal von der einen auf die andere Minute obwohl man sie zuvor noch nie gesehen hat.
Ja auch das gibt es - LEIDER!
Und ich muss auch sagen, dass es von diesen Typ KassiererInnen noch viel zu viele gibt.
Das muss sich schleunigst ändern, sonst werden noch weitere Beschwerden folgen; denn zumindest ich behalte es nicht für mich.


Sometimes truly strange things happen to me.

There are stores with super nice till girls which have absolutely no stress. Not even if there are other customers waiting behind me. The till girls then say things like "Just take the time you need; we are not stressed" or "You can still pack everything. We have got enough time to wait" - now I would like to say THANK YOU to all those which understand, that some people just need more time than others.

But then there is also another sort of till girls.
Those, which have no patience if someone needs a little bit more time.
They then nearly through the change into my hands so that everything falls on the floor.
Or they suddenly say "you" instead of "You" (this is more an Austrian/German problem) even though you haven't seen them before.
Yep such till girls exist - UNFORTUNATELY!
And I have to admit that there are still too many of such till girls out there.
That has to change as soon as possible, otherwise I will keep writing letters of complaint because at least I am not keeping it to myself.

-Laura

Montag, 13. April 2015

That's my Story. & am Boden zerstört - & breaking down

Hallo & Welcome back.

Tut mir leid, dass es letzten Montag keinen Blogpost gab. Aber ich war in Italien und außerdem war Ostermontag, daher habe ich darauf verzichtet zu bloggen und den Tag mit Freunden aus Italien verbracht. Und mit meinem Vater.

Ich wollte wieder einmal ein That's my Story -Post veröffentlichen da ich in den letzten Tagen des öfteren Mal an meine jüngere Jugend gedacht habe.

Und dazu gehörte eben auch, dass ich oft Gedanken hatte, die meine Familie fertig gemacht haben.
Es mussten nur Kleinigkeiten passieren und ich war wieder am Boden. Ich dachte andauernd, es hätte alles mit meiner Behinderung zu tun.
Des Weiteren habe ich mich andauernd gefragt "WARUM GENAU ICH?"; Ich wollte ein normales Leben führen. Aber heute denke ich mir, dass mein Leben doch eigentlich normal ist.
Aber trotzdem war es das für mich damals nicht. Warum ist eigentlich schnell erklärt: Viele in meinem Umfeld kamen eben nicht mit mir zurecht. Zumindest nicht mit meiner Behinderung! Aber heute weiß ich, dass es gut so war. Das klingt zwar verdammt blöd, aber so bin ich zu dem geworden was ich heute bin. Nur so konnte ich so stark werden.

Ich glaube aber, dass ich nicht die einzige bin, die sich diese Fragen gestellt hat. Viele fragen mich oft, ob ich glaube, dass es leichter ist mit einer Behinderung umzugehen wenn man diese von klein auf hat. Ich habe darauf keine Antwort. Die meiste Zeit war es leicht für mich. Trotzdem gab es 3 Jahre in meinem Leben wo ich nicht damit zurecht kam. Und ich glaube eben bis heute, dass es nicht allein meine Schuld ist. Wären mir meine Lehrer nicht im Weg gestanden, wär das alles anders gelaufen.

Aber ich war vernünftig genug, meine Mama um Hilfe zu bitten. Die Hilfe anzunehmen, die sie mir angeboten hat. Ich ging zu einer Psychologin. Ich hab das auch nie abgestritten, alle in meinem Umfeld wussten davon! Und ich sag euch eines: das war die beste Entscheidung! Nur so konnte ich aus diesem "Loch" herauskommen und - ja das klingt nun echt krass - weiterleben; nun ja, ich habe oft gesagt "ICH MAG NICHT MEHR!"






Auf dem Foto aus dieser Zeit sieht man - finde ich - dass nicht alles gepasst hat.


I am sorry that I did not post anything last monday as it was Easter Monday and I have been in Italy.
However I have been thinking about my earlier teenage-years during the last days and I wanted to share my thoughts with you as I guess a lot of you have these problems right now.

It was kind of hard for me but also for my family. Whatever happened: I was thinking that everything was the fault of my handicap!
And I was asking myself: "WHY DID THIS HAPPEN TO ME?"; I just wanted to live a normal life. Looking back today I know that my life has been and still is normal.
The problem was that there were too many people around me who could NOT handle me; well at least not my handicap.

However I guess I am not the only one with a handicap who asked herself / himself if everything is the fault of this handicap. A lot of people often ask me if I think that it's easier to life with a handicap when you have it since you were born. I don't have an answer.
For me it has been easy. There were only 3 years where it wasn't. And I guess it was not my fault. If the teachers would have shown respect it would have been easier. However, today I know that it was good as it has been. Otherwise I would not be the person I am today.

But I was wise. My mom once came up to me with the opportunity to go to a psychologist. And I did so. Today I know that this decision was the best decision I could take. With the help of my psychologist I got out of this "hole" again and could live on; I know this sounds crazy but I often have said "I DON'T WANT TO LIVE ANYMORE!"

The picture is from that time. And it shows, that I did not feel good.

-Laura


Montag, 30. März 2015

Am Dorf - Villagelife (Tägliche Situationen mit einem Rollstuhl)

Hallo & Welcome back.

Translation: Another Daily Situations with a wheelchair.

Ich war mal wieder unterwegs. Diesmal im schönen Gailtal und ich muss sagen: sowas ist mir in Österreich wirklich noch nicht oft passiert und ich freu mich über dieses offene Verhalten.

Und zwar ging es diesmal mit meiner Besten Freundin zu einem Wirt in dem Dorf wo ich mal gewohnt hab. Dort war nämlich Desperados Party.
Ich war schon öfter bei dem besagten Wirt und wusste, dass es in der Bar nur einen einzigen Tisch gab, der kein Stehtisch war.
Als wir rein kamen, war dieser Tisch jedoch leider besetzt und wir haben erst einmal ein gratis Getränk angenommen. Dann kam der Wirt selbst und meinte, dass er gleich einmal fragen wird ob die Leute die zu diesem Zeitpunkt bei dem Tisch waren zu dem Stehtisch wechseln würden. Er hat das dann abgeklärt und wir konnten zu dem Tisch sitzen.

Ich finde das sehr lobenswert da dies in Österreich noch immer nicht selbstverständlich ist. Hingegen in London kenn ich es fast nur so. Ich freu mich wirklich, dass sich wenigstens in dieser Hinsicht etwas ändert.
Natürlich könnte man nun sagen, dass er das sicher nur gemacht hat, weil er mich kennt. Das würde ich aber nicht behaupten denn ich bin definitiv keine Stammkundin. Die Leute beim Tisch hingegegen sieht man, zumindest so weit ich weiß, öfter dort.


I went out again. This time in the beautiful Gailtal and I have to say: that doesn't happen to me so often when I am in Austria and I am so happy about this open-hearted behavior.

This weekend I went out with my BFF to the local bar in the village I lived before. There has been a Desperados Party.
I've been there already a few times and I knew, that there is only one not so high table where you can also sit.
So when we came in this table was occupied and we first got a free drink. Then the host came and told me that he would ask them if they'd change the tables if we want too. So he asked them and they changed to table so we could sit down there.

I am so happy and can't say thank you enough because I am not used to such a behavior in Austria. Of course this has been nearly everyday life in London and that this is happening here in Austria now too makes me proud, proud of this great chance!
Of course you could say that he only did that because he knows me. But I wouldn't claim that because I am not a regular guest and as far as I know the other's have been.

-Laura

Montag, 15. September 2014

Don't give up!

Hallo & Welcome Back.

Als ich auf Reha war ist mir aufgefallen, wie unterschiedlich jeder Einzelne mit oft der selben Diagnose umgeht.
Jungen Menschen fällt es manchmal leichter einfach weiterzumachen.
Ältere Menschen sprechen nach einer Diagnose oder einem Unfall oft schon vom sterben!!!
Das ist mir zumindest aufgefallen, natürlich ist es trotzdem bei jedem anders. Aber was ich so gesehen & gehört habe kam eben für mich heraus, dass junge Menschen meist etwas motivierter sind als ältere Menschen.

Und genau aus diesem Grund möchte ich ALLE motivieren weiterzumachen. Ich werde es zumindest versuchen - vielleicht hilft es irgendjemanden da draußen ja :)

Egal welche Diagnose ihr bekommt, versucht weiterzumachen wie zuvor und trotzdem daran zu denken, dass euer Zustand sich verschlechtern kann. Aber genau aus diesem Grund solltet ihr jeden Moment genießen und nicht in eine Depression verfallen.
Falls es euch trotzdem schwer fällt mit einer Diagnose zurechtzukommen sucht euch Hilfe. Reden hilft wirklich! - Das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen.

Wenn ihr einen Unfall habt kann sich euer Leben von einen Tag auf den anderen komplett ändern.
Dabei finde ich professionelle Hilfe wirklich wichtig und außerdem hoffe ich, dass eure Familie euch nicht im Stich lässt.
Aber selbst wenn es so wäre: durch diesen Unfall kann man auch neue Menschen kennenlernen die einen richtig ans Herz wachsen. Und euer Leben wird natürlich anders werden als gedacht - das heißt aber nicht das es schlechter wird. (Gilt nicht nur für Unfallpatienten sondern auch für Menschen die überraschend eine Krankheit diagnostiziert bekommen)

Alle Tipps könnten bei Diagnose & Unfall helfen

Ich möchte euch einfach mit auf dem Weg geben, dass es überhaupt nichts bringt sich selbst aufzugeben. Euer Leben kann trotzdem noch richtig schön werden. Nur weil es anders ist ist es nicht schlechter als zuvor.
Ich glaube, dass ich nicht dieser Mensch wäre der ich heute bin wenn ich die Behinderung nicht hätte!

Zum Schluss noch ein paar Worte die mich in schlechten Zeiten immer aufheitern: STAY STRONG!


Since I've been on rehab I've noticed that everyone handle's a diagnosis or an accident differently.
Younger people take everything easier.
Older people are sometimes really sad after something unexpected happens and they start talking about death.
That's at least what I noticed when I heard them talking.
But it's clear to me that not everyone is like that!

And so I thought that I would try to motivate anyone who needs it. And maybe I can help :)

It doesn't matter which diagnosis you get - keep going and don't give up.
You should enjoy every single moment because you don't know when your condition changes to the worse!
If it's still hard for you to cope with your diagnosis don't be scared to ask for help. Because of my own experience I can confirm that talking really helps!

If you get into an accident it's clear that your life changes from one moment to another.
Also in this case talking helps but you also need support from your family. Anyway, I know that for some familymembers it can be hard to cope with such a big change and so they leave. But if they do please DON'T give up.
This accident can change your life also in a good way. You meet new people and your personality changes too. And this is positive!

All of these tips could help after a diagnosis or an accident

I just want to say that giving up yourself doesn't help at all. Your life can be still very beautiful and unique, but not worse than before.
I think that I wouldn't be the person I am if I wouldn't be handicapped!!!

Just some words which help me through bad times: STAY STRONG!

-Laura

PS: Das soll nicht heißen, dass das alles wirklich hilft. Aber das waren einfach meine ersten Gedanken die mir vielleicht helfen würden in so einer Situation.

Donnerstag, 3. April 2014

That's my Story. & meine Lidheberschwäche

Hallo meine Lieben.
& Willkommen zu einem weiteren Eintrag von That's my Story.

Heute geht es um meine Lidheberschwäche.

Was ist das?
- ich habe mich nicht näher informiert, bei mir liegt es aber an der Muskelschwäche.
Am einfachsten ist es so erklärt: ich habe einfach keine Lidfalte.

Ich habe das schon seit der Geburt. Und Anfangs konnte ich meine Augen nicht mal richtig öffnen; daher habe ich meinen Kopf immer nach oben gerichtet um jemanden zu sehen.
Ich hatte dann 3 Operationen wo man mir zuerst meine Stirnmuskulatur über die Augenbrauen mit meinem Lid mit Hilfe von Fäden verbunden hat.

Bei der 3. Operation war ich 7 Jahre alt. Diese war nur nötig, weil meine linke Narbe immer entzündet war. Daher nahm man die Fäden wieder raus.
Okey, mein linkes Auge lässt sich zwar nicht so einfach heben wie das rechte, aber es bleibt offen und funktioniert.

Ich muss zugeben, dass ich in der 5.-7. Schulstufe überlegt hatte, mir eine Lidfalte machen zu lassen. Dies wäre auch mit einer Operation verbunden gewesen.
Ich habe mich damals auch informiert und meine Eltern sind extra mit mir nach Salzburg gefahren. Ich habe mich dann aber dagegen entschieden.

Warum?
Hier kann man das gut erkennen
- Ich war viel zu jung um diese Entscheidung zu treffen (meiner Meinung nach). Immerhin ist diese Operation auch mit Risiken verbunden!
Und im Nachhein bin ich froh es nicht gemacht zu haben.
Es gehört nun mal zu mir. Ich finde meine Augen wunderschön! Und sie sind SO WIE SIE SIND ein Teil von mir.



Meine anderen That's my Story Einträge findet ihr unter "About Me" http://lauraimrolli.blogspot.co.at/p/about-me-laura-gentile.html

Bevor ich diesen Blogeintrag beende, möchte ich euch darauf hinweisen, dass ich ein kleines Problem was aufgrund der Operationen entstand schon ausgebessert habe. Dazu wird es auch einmal einen Blogeintrag geben!

-Laura




Sonntag, 6. Oktober 2013

That's my Story. & wie ich in den Rollstuhl kam

Oft hab ich mir gedacht, dass ich euch mal erzählen möchte, wieso ich überhaupt im Rollstuhl sitze.
Also geht es jetzt mit einem spannenden & vielleicht auch lustigen Blogeintrag los!

Sofort nachdem ich im März 1996 auf die Welt kam war klar, dass mit mir etwas nicht stimmt.
Ich hatte weniger Kraft als andere Babys, obwohl ich nicht zu früh auf die Welt kam.
In den nächsten Jahren wurde ich oft untersucht, es stand schon bald fest das ich eine Muskelschwäche (Muskeldystrophie) habe. Aber welche???

Also wurde ich weiter untersucht, an Teilen meines Oberschenkels wurden Muskelproben genommen (man sieht nur kleine Narben), doch man konnte mich zu keiner Muskelschwäche zuordnen. Also haben meine Eltern ein wenig in der Vergangenheit nachgeforscht, ob ich es womöglich geerbt habe - aber auch da hat man nichts gefunden.

Ergebnis: Ich habe eine Muskeldystrophie welche man nicht zuordnen kann. Daher weiß man auch nicht wie ich mich entwickle.
Aber was ich ja spannend finde ist; es gibt 200 Menschen auf der Welt die eine einzigartige Krankheit haben, da gehör ich also auch dazu!

Aber mal etwas ernstes: Die Ärzte haben kurz nach meiner Geburt gesagt, dass ich nie gehen werde und geistlich werd ich wahrscheinlich auch nicht fit sein!
Ich, als Widder, musste ihnen natürlich das Gegenteil beweisen, und habe mit 1 Jahr geplappert wie ein Kind mit 1 1/2 Jahren. Außerdem hab ich mit 3 Jahren (spät aber doch) mit dem Laufen begonnen :-))
Ich hatte immer schon einen starken Willen. Für längere Strecken bekam ich einen Kinderwagen der für mich angefertigt war. Aber eigentlich war ich meist zu Fuß unterwegs. Und wenn ich mal gefallen bin, bin ich nach ein paar Tränen wieder aufgestanden.

In der 7. Schulstufe bekam ich einen Rollstuhl da ich für den Kinderwagen einfach zu groß war. Ich benutzte ihn aber so wenig wie möglich.
Doch mit dem Wechsel in die Oberstufe war ich auf den Rollstuhl angewiesen da wir oft die Klasse wechseln mussten und außerdem sind in der Schule doch einige Stufen!
Nebenbei wurde ich mit jedem Sturz ängstlicher, weshalb ich nun nur mit Unterstützung (das kann auch eine Wand sein) oder dem Rollstuhl unterwegs bin.

-Laura

PS: wenn ihr mehr Geschichten aus meiner Vergangenheit wollt, dann sagt mir bescheid und ich poste ein paar witzige Erinnerungen die ich hab.