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Mittwoch, 6. Juni 2018

Schön für mich! {Werbung}

Hallo & Welcome back!

(This blogpost will only be available in german since the magazine is in german language)


Vor einigen Monaten erreichte mich die Anfrage, ob ich bereit wäre, dem Rossmann-Magazin "Schön für mich" ein Interview zu geben.

In der Sommer 2018 Ausgabe findet ihr einen langen Artikel inklusive Interviews von mir und anderen Frauen mit Handicap. Das Thema lautet: BeYOUtiful!

Also an alle Leser aus Deutschland: Wenn ihr Lust auf einen inspirierenden Artikel habt, könnt ihr euch die neue "Schön für mich" holen.


-Laura

Montag, 29. Januar 2018

Behinderte shoppen nicht - We don‘t shop!

Hallo & Welcome back!

Ich war wieder mal am Land unterwegs (also bei meinen Eltern) und habe mich gefragt ob die Leute wirklich glauben, dass „Behinderte“ nicht shoppen gehen?

Es war kurz vor den Weihnachtsfeiertagen und auch wir mussten dafür noch einiges einkaufen. Und irgendwie war jeder Behindertenparkplatz besetzt!
So viele Menschen mit Handicap hab ich aber am Land bisher nicht gekannt und deshalb mal gecheckt, ob sie einen Ausweis haben. Einer! hatte einen ..
Natürlich waren auch die anderen - also normalen - Parkplätze besetzt.

Das schlimmste: am Land wird das nicht so konsequent kontrolliert wie in der Stadt. Und das stört mich wirklich sehr. Denn es ist nicht egal, dass diese speziellen Parkplätze besetzt werden & das müsste viel öfter abgestraft werden finde ich.

Denn ja: auch „Behinderte“ gehen einkaufen ihr Lieben; wir sperren uns nicht zu Hause ein. Stellt euch vor: wir gehen sogar zu Veranstaltungen, Feiern und vieles mehr was man halt so macht.


I have been visiting my parents again. They don‘t live in a city like I do and I really asked myself if people here think, that disabled people don‘t shop?

Some days before christmas also we had to buy food but somehow almost every parking slot for disabled people was occupied. To be honest: I haven‘t seen so many disabled people in this „village“ until then. And so I thought I would check if they have a card in their car which shows, that they need this parking slot. One! had it in the car ..
Of course also most of the normal parking slots have been occupied.

The worst thing is: in most cities they do control if disabled people or non-disabled people do use these parking slots. In most „villages“ they don‘t. But no matter where you live: they should control it everywhere because disabled people do need these bigger parking slots.

I just want to add: YES also disabled people go shopping; they don‘t stay at home every time. The truth is: we go to parties and all that kind of things too.

- Laura

Sonntag, 18. Juni 2017

Mehr gehen - Walk more

Hallo & Welcome back.

Wenn mein Arzt zu mir sagen würde "geh mehr" würd ich das wahrscheinlich tun wenn es mein Körperzustand zulässt. Genau so, wenn es meine Physiotherapeutin sagen würde.
Das Problem was es aber immer gebeb wird: ich habe Angst! Angst vorm fallen. Und wenn ich dann allein bin und mir etwas passiert?! Nein, das möcht ich mir nicht ausmalen..
Außerdem ist mir aufgefallen, dass sich mein Rücken nicht mehr unbedingt verschlechtert seit ich mehr sitze!

Aber warum schreib ich das eigentlich? Weil Menschen, die weder Ärzte noch sonst was sind meinen zu wissen, wie viel ich gehen kann. Nein, dass wisst ihr nicht!
Gehen raubt mir auch wertvolle Kraft die ich brauche, um einen relativ normalen Alltag zu führen. Um nicht andauernd im Bett liegen zu müssen weil ich wieder müde bin.
Mein Rollstuhl gibt mir die Möglichkeit, einen relativ normalen Alltag zu führen.

Und es gibt noch andere (für euch) alltägliche Dinge, die mir Kraft rauben. Dazu in einem anderen Blogpost mehr.


If my doctor would tell me "you should walk more" then I would probably do so if I have enought strength. I would also do so if my phystiotherapist would say that.
But there is one problem: I am scared! I am scared of falling. And if I fall when I am alone?! I don't want to think of a situation like this one.
And I also have recognised, that my back is not getting worse anymore since I walk less!

But why am I writing this? Because people, who are neither a doctor nor anything else, think to know how much I can walk. No, you don't!
Walking takes me a lot of strength; and I need this strength to have kind of a normal daily life. To now always lay in my bed because I am tired.
My wheelchair gives me the possibility to have kind of a normal daily life.

And there are some more (for you) daily things, which take a lot of strength for me. But I will write about that in another blogpost.

-Laura

Dienstag, 9. Mai 2017

Nicht so belastbar - Not so resilient

Hallo & Welcome back.

Ich möchte diesen Blogpost jetzt schreiben - auch wenn ich immer dachte, es wäre anders.
Seit einigen Wochen habe ich mich hier nicht gemeldet - und das hat auch seinen Grund.

Dieser Blog bedeutet mir viel; und er bedeutet auch viel Arbeit! Diese Zeit hatte ich in letzter Zeit nicht; und vielleicht hatte ich auch einfach keine Kraft mehr, mich nach Uni & Arbeit noch zum PC zu setzen, um einen Blogpost auf Deutsch + Englisch zu schreiben.

Auf Lychee's Blog sind nämlich weiterhin Blogposts erschienen; ganz einfach aus dem Grund, weil ich diese Blogposts NICHT übersetze. Aber entweder ich mache diesen Blog auf Deutsch & Englisch, oder gar nicht!

Nun, in letzter Zeit habe ich wieder ganz deutlich zu spüren bekommen (oder bekomme es auch immer noch zu spüren), dass ein Mensch mit einem Handicap einfach nicht (unbedingt) so belastbar ist, wie ein Fußgänger. Man braucht einfach auch für die alltäglichen Dinge länger, als ein Fußgänger es tut. Ist so.
Und wenn Fußgänger sich manchmal schon beschweren, dass der Tag doch nur 24h hat, wie soll es dann uns gehen?

Ich wollte mich kurz melden. Euch sagen, dass ich weiterhin bloggen werde. Ich werde mir die Zeit nehmen - denn DAS ist mein Herzensprojekt!
Bis Bald :)


I just want to write this Blogpost now - even though I always thought, that it would be different.
I have not uploaded a new Blogpost for some weeks - and there is a reason behind it.


I love blogging; especially on this Blog. But it is also a lot of work! I did not have time for this lately; and maybe I also did not have the strength to sit down after University & Work to write a new Blogpost in German + English.

On Lychee's Blog I still have been blogging; but only because I do not translate these Blogposts. However, I either blog on here in German & English or I won't blog anymore (at least not here)!

Well, lately I really felt that people with a disability are not so resilient as "Walkers" are. We even need more time for daily things. That is just the truth.
And if already "Walkers" often say, that the day has too little hours, what should we say?

I just wanted to upload something and tell you, that I will keep this blog alive ;). I will have more time for this Blog - because it is my personal project!
You will read from me soon again :)

-Laura

Montag, 31. Oktober 2016

Disability Employment Awareness Month

Hallo & Welcome back.

Heute zurück zum Thema Arbeiten trotz einer Behinderung. Denn in den United States ist "Disability Employment Awareness Month" - ein Monat dass sich mit dem Thema (und Statistiken) beschäftigt; also wie viele Leute arbeiten in einem bestimmten Staat - trotz/mit Beeinträchtigung.

Wenn jemand von euch gerne englische Youtuber zu dem Thema Beeinträchtigung verfolgt, kennt ihr vielleicht Lolo von Sitting Pretty. Sie hat ein Video zu dem Thema gemacht, weil sie einen Fulltimejob hat und nebenbei noch Youtube macht - was ebenfalls ein Fulltimejob ist.

Wie ihr alle wisst, gehe ich zur Uni. Im Moment bin ich zwar nur drei Tage in der Woche auf der Uni, aber man muss ja nebenbei viel selbst ausarbeiten.
Weiters arbeite ich auch noch nebenbei - das Büro befindet sich zum Glück eigentlich am Unigelände.
Und nebenbei habe ich noch diesen Blog; hiermit verdiene ich zwar nichts - und ich betreibe das auch nur als Hobby - trotzdem ist es mein "Baby" und ich stecke viel Zeit hinein.
Nebenbei muss ich übrigens immer noch Assistenzstunden einteilen und alles genau planen - und mich um meine Assistenzhündin in Spee kümmern.

Meine Tipps:
Am wichtigsten finde ich ist es, einen Terminkalender zu haben. Ich habe vor kurzem von einem großen Kalender zu einem kleinen gewechselt den ich auch wirklich überallhin mitnehmen kann. Und trotzdem habe ich jeden Tag auf einer Seite - weil ich mir einfach gerne alles aufschreibe um nichts zu vergessen.
In meinem Kalender steht vom Blog, der Arbeit, der Uni, meiner Freizeit bis hin zu den Assistenzstunden wirklich alles drin! Also jegliche Termine die ich vereinbare.
Und wenn man etwas machen möchte - selbst wenn es nur ein Hobby ist (so wie für mich dieser Blog hier) dann kann man das auch neben einem Fulltimejob machen - wenn man eben wirklich Lust darauf hat und sich gerne dazusetzt!



Let's get back to working even when you are handicapped. Why? - Because it is Disability Employment Awareness Month, I do think only in the United States. During this month they publish statistics about how many disabled people are really working.

If you like to follow Youtuber's who talk about how they live with their disability you may know Lolo from Sitting Pretty. She did a video about Disability Awareness because she has a fulltime-job and is doing Youtube too.

As you all may know I am a student at university. Right now I am at Uni only three days a week, but as a student you have to do a lot from home and on your own. 
And in addition I am also working - luckily the office is close to the university.
And as a hobby I am writing this Blog; I don't get any money for this and it is also only my hobby but it is still my "Baby" and so I spend a lot of time with blogging.
And in addition to all of this I have to think of the working-hours of my assistance and have to spend time with my future assistancedog.

My tips:
The most important thing in my point of view is a calendar/organizer. I just changed from a big one to a little one in which I still do have one page for each day - because I need to write down everything so that I don't forget anything.
I do write down everything, from my Blog, to my Work, to University, my free-time and the working-hours from my assistance! That means that I do have any appointments in there.
And if you would like to do something - even though it is just your Hobby (just as this Blog is for me) then you can do this even next to a fulltime-job - if you really want to do it!

-Laura

Montag, 26. September 2016

Jobben neben der Uni - Work & University

Hallo & Welcome back.

Oft fragen mich die Menschen auf Instagram - oder auch hier auf meinem Blog - wie ich denn überhaupt meinen Job gefunden habe. Beziehungsweise wie das überhaupt funktioniert wenn man eine Behinderung hat, und ob ich überhaupt neben der Uni arbeiten muss!

Also ich habe gerne viel zu tun. Auch wenn das verrückt klingt; aber wenn ich nicht gerade krank bin und eigentlich Freizeit habe, wird mir auch mal schnell langweilig.
Für mich war schon am Anfang meiner Studentenphase klar, dass ich nebenbei arbeiten möchte.

Einen Job zu finden kann schwierig werden, aber auch ganz einfach sein. Ich glaub es gibt kein Studium, wo man nicht auch Praktika machen muss. Wenn man sich dort gut anstellt und man überzeugt, kann es schon sein, dass man dann auch weiterhin dort arbeiten kann - neben dem Studium.

Außerdem gibt es sicherlich auch auf eurer Uni immer wieder Messen rund um die Jobsuche. Fast immer sind dort auch Firmen vertreten, die gerade Mitarbeiter suchen. So kann man auch einen geringfügigen Job finden.

Und zum Thema Behinderung: Ich finde es schockierend, dass so viele Menschen mit einer Behinderung behaupten, keinen Job zu finden. Ich glaube, dass es oft auch an den Menschen selbst liegt. Ich hatte eigentlich nie Probleme! Aber ich geh auch nicht hin und sage: "Klar arbeite ich gerne bei euch, aber nur wenn ich selbst ins Büro komme und auch wieder raus, wenn das BehindertenWC so und so ausschaut, wenn alle Räume im Büro ohne Barrieren erreichbar sind, etc."

Wenn ein Unternehmen Interesse daran hat, jemanden mit einer Behinderung bei sich einzustellen, dann werden sie sich auch die Mühe geben, nach und nach alles anzupassen. Aber alles aufeinmal geht nunmal nicht.
Und es gibt doch auch hilfsbereite Kollegen und Kolleginnen, die einen ganz sicher gerne die Türe aufhalten.


Sometimes people ask me via Instagram - but also via my Blog - how I've found my job. Or how that even works when you are disabled, and if I even have to work while I am a student.

I am that kind of person who likes it to be busy. Even if that sounds crazy, but if I am not sick and if I do have free-time I am sick of free-time pretty fast. 
As soon as I started with studying here in Klagenfurt it was clear (at least for me) that I want to work.

It can be quite hard to find a job, but it can also be truly easy. I don't think that there is any subject where you don't need to go for an internship. If you work really good and if they need new staff you'll maybe get hired.

And I guess there are exhibitions also at your university where companies look for staff. That's also how you can find a job.

And when it comes to working even if you are disabled: I am kinda shocked when people with a disability say, that they can't find a job. I do think that sometimes it is their own fault. I actually never had problems! But I also don't go to companies and say: "I would work for you; but only if I can get to my office on my own - and also out of it again, if the barrier-free toilet is just like I need it, and if I can reach every single room in the office on my own, and much more.."

If a Company is interested in hiring people with a disability they will - without effort - rebuild the office step by step. But you can not do all in one.
And there are also helpful colleagues - they can help you with the doors.

-Laura

Montag, 18. Januar 2016

Stärken? - What am I good at?

Hallo & Welcome back.

Ein Blogpost den ich gestern auf Twitter geteilt habe hat mich zum nachdenken gebracht. Und eine Situation, die mir gerade eben erst passiert ist.

In dem Blogpost ging es darum, dass man als Rollstuhlfahrer nicht als krank angesehen werden möchte. Man möchte auch nicht der Grund für eine Heldentat sein ("nur" weil jemand einen gerade irgendwo hochgehoben hat) und man möchte nicht für alles Danke sagen was andere selbstverständlich ganz alleine machen.

Und mir gerade vor einigen Tagen passiert: als wir den Zebrastreifen überquerten, hat mich ein Typ der ebenfalls den Zebrastreifen überquerte richtig angestarrt. Ich sagte natürlich gleich - ganz laut - "Der hat wohl noch nie einen Rollstuhl gesehen!" und meine Begleitung (wer das in dem Fall war ist doch egal) meinte dann "Nein, der hat noch nie so eine schöne Frau gesehen!" - ich muss zugeben: so habe ich das noch nie gesehen.

Und nun habe ich mal wieder darüber nachgedacht was denn eigentlich so meine Stärken sind. Wofür ich wiedererkannt werden möchte. Und es ist definitiv nicht der Rollstuhl!
Viel mehr gehören zu meinen Stärken folgende Dinge: Schreiben (das wisst ihr wohl alle) und Singen. Außerdem bin ich kommunikativ, einfallsreich, neugierig (passt ja zum Schreiben) und aufgeschlossen. Und was ich auch ganz gut kann ist lächeln - ich lache gerne und viel.

Und genau aus diesem Grund steht meine Muskelerkrankung auch nicht an erster Stelle wenn ich mich irgendwo bewerbe. Meine Muskelerkrankung und der dazugehörige Rollstuhl (meine Beine) wird erst am Ende einer schriftlichen Bewerbung genannt.

Was ich damit sagen möchte ist, dass jeder Mensch mit Behinderung genau so seine Talente hat wie ein Fußgänger. Und dafür möchten wir wiedererkannt werden, und nicht für den Rollstuhl, die nette Assistentin, oder unseren süßen Assistenzhund.

Klar, der Rollstuhl gehört zu mir, aber er ist und sollte nicht mein einziger Wiedererkennungswert sein.


I shared a blogpost yesterday on Twitter. It isn't english, but that doesn't matter for now. The blogpost and a situation which just happened to me made me think of something.

The blogpost was about the fact that wheelchair-users don't want to be seen as sick. They also don't want to be the reason for a heroic deed ("only" because someone just lifted you up to somewhere) and they also don't want to say Thank you for everything what people who walk do naturally on their own.

And what happened to me a few days ago: when I passed the street another man who passed the street stared at me. I then said - really loud - "He probably has never seen a wheelchair before!" and then my companion (whoever it was; that doesn't matter) said "No he has probably never seen such a pretty woman before!" - to be honest: I've never seen such a situation like this before.

And that made me think - once again - about the things I am good at. About the things I want to be remembered for. And it is definetly not my wheelchair!
The things I am really good at are: Writing (I guess you knew that already) and Singing. And I am communicative, fancy, curious (perfect for a person who loves writing) and open-minded. And to add one last thing: I laugh a lot - and very loud.

And that's also why my disabilty is in the background whenever I apply for something. My disability and the wheelchair (aka my legs) are always mentioned at the end of a written application.

What I would like to say with this blogpost is, that every person with a disability has talents too - just like people who walk normally. And that's what we would like to be remembered for, and not for the wheelchair, the nice carer, or the sweet assistance dog.

Of course the wheelchair is a part of me, but it is not and it should not be the recognition value of myself.

-Laura