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Freitag, 19. Januar 2018

Dinge tun, die niemand erwartet - Just do it!

Hallo & Welcome back.

Habt ihr auch einfach mal Lust & Laune genau das zu tun, was ihr wollt? Was ihr für richtig haltet?
Genau so ging es mir vor ein paar Monaten als ich beschlossen habe, nicht mehr regelmäßig neben dem Studium zu arbeiten. Also sozusagen wirklich nur mehr als „Freie Mitarbeiterin“ auf Auftrag tätig zu sein.

Dies bedeutet natürlich, dass man kein regelmäßiges Einkommen mehr hat. Aber .. was bringt einem dieses wenn man nichts damit anfangen kann weil es einem einfach nicht gut geht?
Viele waren schockiert. Auch innerhalb meines Bekanntenkreises hieß es: „Und wie willst du dir nun dein Leben finanzieren?“ oder „Laura, du musst doch nebenbei arbeiten, das macht doch jeder!“.

Ich wusste, dass ich zurückstecken muss. Das ist bis heute kein Problem. Ich wusste aber auch, dass ich in dem Moment nicht die Leistung erbringen konnte welche ich normalerweise erbringe. Denn ich musste (und muss noch immer) erst einmal auf meine Gesundheit achten; körperlich so wie psychisch.

Auch wenn viele nicht damit gerechnet hatten musste ich diesen Weg gehen. Und ich bin schon auf 2018 gespannt denn: es steht etwas am Plan womit viele wahrscheinlich auch nicht rechnen :D
Sollte dieser „Wunsch“ in Erfüllung gehen werde ich euch jedenfalls mitnehmen!

Was ich euch aber sagen wollte: ihr müsst nicht neben dem Studium arbeiten nur weil es alle anderen tun. Tut es wenn dann ausschließlich für euch selbst!
Menschen mit einem körperlichen Handicap können eben nicht so viel gleichzeitig erledigen wie Menschen ohne einem Handicap.
Wobei: ich gehe zur Uni, bilde meinen Hund zum Assistenzhund aus, gehe regelmäßig zur Massage und zur Physiotherapie. Als Hobby bin ich noch bei einem Chor - wobei auch mein Hund ein riesiges Hobby ist <3
Seit ich sie habe interessiert mich alles zum Thema positiver Hundeerziehung so sehr und ich freue mich auf jeden Fortbildung. Aber auch auf jede Trainingseinheit mit ihr!


Have you ever thought about doing exactly what you want or what you need? That's how I felt a few months ago when I decided to quit my job and only work as a freelancer; so just if someone asks me to do some work.

Well, of course this meant that I wouldn't have a regular income anymore. But I knew that I could handle daily life even without that and I since I wasn't feeling so good I just had to make that choice!
A lot of friends then said: "How will you now finance your daily life?" or "Everyone is working next to university so you should do that too!"

I knew that I couldn't do all the things I did when I still had a regular income but until today I had no problems with that. However I also knew that I couldn't work as much as I usually did because I just didn't feel good enough. I just have to take care of my body.

Even though a lot of people were surprised I am happy that I made that choice. And for 2018 I have something on my list too - something a lot of people won't expect. If this "Wish" is coming true I will take you all with me!

What I want to say is: You don't have to work next to University just because everyone does. If you do you should do it for yourself.
People with a handicap can't do as much as people without a handicap can.
Well .. I still do a lot: I go to University, I train my dog, I visit massage and physiotherapy regularly. And singing in a choir is my hobby - and even my dog is a big hobby <3
Since I have my little girl with fur I love to go to workshops for learning more about positive training. And I love each training session with my dog!

-Laura

Freitag, 6. Oktober 2017

Es ist nicht gut - It isn‘t good

Hallo & Welcome back.

Ich berichte euch oft von den schönen Dingen im Leben! Von Reisen, Erlebnissen und vielem mehr.
Doch ganz ehrlich: auch bei mir ist nicht immer alles gut.

Hätte ich Lychee zur Zeit nicht, würde ich das Haus alleine wohl gar nicht mehr verlassen. Doch Lychee muss raus und sie ist eine ganz ganz große Stütze.

Wer mir auf Instagram folgt hat vielleicht gemerkt, dass in meiner Story schon lange nicht mehr das Wort „Work“ oder „Arbeit“ vorkam. Das hat auch einen Grund: ich habe gekündigt.
Dabei war das Thema und die Idee so toll, aber ich konnte einfach nicht mehr das geben, was ich gerne gegeben hätte.

Neben der Uni zu arbeiten, zu Therapien zu gehen und einen Hund auszubilden ist alles andere als einfach. Erst Recht dann, wenn manche Menschen denen man fast täglich begegnet versuchen, einem das Leben noch schwerer zu machen!
Ich bin müde. Sehr müde. Manchmal schlafe ich gut. Manchmal schlecht. Und trotzdem weiß ich: es wird besser!
Und was ich auch weiß: Uni und Arbeiten wenn man ein Handicap hat ist kaum möglich! Man braucht nunmal mehr Pausen. Ich konzentriere mich jetzt auf eines der beiden Dinge; und dann werde ich sehen, wohin mich die Zukunft bringt :)

Etwas möchte ich aber noch loswerden: nur weil euer Leben grad nicht nach Plan läift müsst ihr das nicht an anderen auslassen ;)
Darüber zu reden ist wichtig! Aber andere dann zu mobben ist nicht ok..


I love to write about the great things in life. Trips I make, Events I visit and all those beautiful things! However, not everything is great. Neither in my life.

If I wouldn‘t have Lychee right now I wouldn‘t go out anymore I guess. But she has to go potty and she gives me a lot of strength.

Whoever follows me on Instagram may have recognised that the word „Work“ is missing in my Story  since a few weeks. That is because I quit my job.
I really liked the idea of the Start-Up I was working for, but I couldn‘t give what i wanted to give anymore.

Working next to University, going to Therapy amd teaching a dog to become an Assistancedog is a lot. It is not easy. Especially not when People whom you see almost every day try to make your life even harder!
I am really tired. Sometimes I sleep well, sometimes I don‘t. However I do know: it will be better soon!
And what I also know is: Going to University and Working is probably too hard for a lot of people with a disability! Usually those people do need more breaks. I concentrate on one of those things now and will see where the future will take me :)

I still want to add something: just because your life isn‘t going as it has been planned you don‘t need to ruin the life of others ;)
It is important to talk about it! But don‘t bully others..


- Laura

Montag, 30. Januar 2017

Beruf barrierefrei - Accessible Job

Hallo & Welcome back.

Beispielbild für einen barrierefreien Zugang
Nachdem ich letzte Woche über meinen (nicht immer) barrierefreien Alltag geschrieben habe, würde ich heute gerne über meinen barrierefreien Berufsalltag schreiben.

Wie ihr vielleicht wisst, arbeite ich eigentlich schon die ganze Zeit seit ich studiere. Und natürlich habe ich auch Praktika im Zuge des Studiums absolviert.
Wenn mich Anfangs jemand wohin geschickt hat hab ich immer gleich gefragt, ob ich da wohl reinkomme. Die Antwort war oft: "Das siehst du dann, wenn du dort bist. Falls nicht, kannst du ja nichts dafür, dass der Termin nicht eingehalten werden konnte." - Gesagt, getan. Nur bei ganz wichtigen Terminen die man einfach unbedingt einhalten muss weil die Personen nicht so oft Zeit haben, hab ich vorher nachgefragt, ob ich da auch wirklich mit dem E-Rolli hinkomme.

Einmal wurde ich nach einem Termin noch auf einen Kaffee eingeladen. Ziel war das Lieblingslokal von dem Herren, mit dem ich damals den Termin hatte. Wir waren dort und standen schon vor dem ersten Problem: Eine Stufe! Man muss hier anmerken, dass es vorher bei unserem Termin um Barrierefreiheit ging. Bei diesem Lokal gab es dann aber rasch eine Lösung - der Nebeneingang war nämlich barrierefrei.

Mittlerweile geht es in meinem Hauptberuf ja täglich um Barrierefreiheit - um genauer zu sein um barrierefreies Reisen, barrierefreie Gastronomie, barrierefreie Freizeitangebote und vieles mehr. Da bin natürlich auch ich immer wieder mit Barrierefreiheit konfrontiert - und natürlich auch meine Vorgesetzte. Wenn wir uns zum Beispiel irgendwo besprechen wollen dann tun wir das fast immer in Klagenfurt im Büro, da dieses zum Glück barrierefrei ist.
Wenn wir wohin fahren wollen wird es oft schon schwieriger. Wir müssen checken, wie ich schnellstmöglich hinkomme - mit den Öffis ist das oft nicht möglich. Das heißt dann oft, dass ich auf den E-Rolli verzichte um mit irgendjemanden mitzufahren der meinen Aktivrolli ins Auto bekommt.

Was natürlich auch zum Job zählt, ist die Persönliche Assistenz. Wenn es keine schwergängigen Türen innerhalb eines Büros gibt, bräuchte ich deutlich weniger Assistenz. So muss die Assistenz die ganze Zeit bei mir bleiben - aber mir macht das nichts aus. Es ist immerhin ihr Job und wenn ich arbeite können meine Assistentinnen auch gerne mal was lesen. Wenn ich was brauche, sag ich ihnen eh Bescheid.

Barrierefreier Berufsalltag ist also auch nicht ganz so einfach. Aber ich bin da recht einfach gestrickt: wenn ich schon mal mit Rollstuhl reinkomme ist alles okey. Auf eine barrierefreie Toilette kann ich auch mal verzichten.
Natürlich würde ich gerne überall mit E-Rollstuhl hinkommen, aber das wird wohl noch etwas dauern.


Because I did write about my (not always) accessible daily life last week, I now would like to write about my accessible job.

As you may know I am working since I started going to university. And I also had to work some hours especially for my studies.
When they first asked me to go to an appointment I always asked if it is accessible. They then often have been answering: "You will see it as soon as you are there. If it is not you can not change it and it is also not your fault then." - Well, so I almost always went to appointments without asking anything. However, if I had an appointment with someone who hardly has time I did ask if it is accessible before getting there and then not getting in.

Once I got invited to drink a coffee after an appointment. We wanted to get into the favourite bar of the person. When we got there we were already standing in front of a step at the main-entrance. BUT we did find a solution really easy: the side-entrance has been accessible.

By now I do have a main job which is all about accessibility. That means, that I do have to work with accessibility each day - and so does my boss. If we do have a meeting we usually have it in our office in Klagenfurt because it is barrier-free. 
If we have to drive in any other place we always have to check how I can get there really fast. That often does not work with public transport. That then means that I have to take my wheelchair in which I have to be pushed because then someone with a car can bring me to the appointment.

What is also part of my job is my personal assistance. If an office has no sluggish doors I would need less assistance. If not the assistance has to stay next to me almost all the time during my working hours. However this is no problem because when I do work they can read something or do anything else as long as they are close enough so that they hear me if I need something.

As you can tell it is not so easy to have an accessible & barrier-free job. However I am also that kind of person who is happy if she can get to the appointment. I can wait for an accessible toilet at least for some hours.
However I would love it if everything would be accessible for my electronical wheelchair.

-Laura

Montag, 26. September 2016

Jobben neben der Uni - Work & University

Hallo & Welcome back.

Oft fragen mich die Menschen auf Instagram - oder auch hier auf meinem Blog - wie ich denn überhaupt meinen Job gefunden habe. Beziehungsweise wie das überhaupt funktioniert wenn man eine Behinderung hat, und ob ich überhaupt neben der Uni arbeiten muss!

Also ich habe gerne viel zu tun. Auch wenn das verrückt klingt; aber wenn ich nicht gerade krank bin und eigentlich Freizeit habe, wird mir auch mal schnell langweilig.
Für mich war schon am Anfang meiner Studentenphase klar, dass ich nebenbei arbeiten möchte.

Einen Job zu finden kann schwierig werden, aber auch ganz einfach sein. Ich glaub es gibt kein Studium, wo man nicht auch Praktika machen muss. Wenn man sich dort gut anstellt und man überzeugt, kann es schon sein, dass man dann auch weiterhin dort arbeiten kann - neben dem Studium.

Außerdem gibt es sicherlich auch auf eurer Uni immer wieder Messen rund um die Jobsuche. Fast immer sind dort auch Firmen vertreten, die gerade Mitarbeiter suchen. So kann man auch einen geringfügigen Job finden.

Und zum Thema Behinderung: Ich finde es schockierend, dass so viele Menschen mit einer Behinderung behaupten, keinen Job zu finden. Ich glaube, dass es oft auch an den Menschen selbst liegt. Ich hatte eigentlich nie Probleme! Aber ich geh auch nicht hin und sage: "Klar arbeite ich gerne bei euch, aber nur wenn ich selbst ins Büro komme und auch wieder raus, wenn das BehindertenWC so und so ausschaut, wenn alle Räume im Büro ohne Barrieren erreichbar sind, etc."

Wenn ein Unternehmen Interesse daran hat, jemanden mit einer Behinderung bei sich einzustellen, dann werden sie sich auch die Mühe geben, nach und nach alles anzupassen. Aber alles aufeinmal geht nunmal nicht.
Und es gibt doch auch hilfsbereite Kollegen und Kolleginnen, die einen ganz sicher gerne die Türe aufhalten.


Sometimes people ask me via Instagram - but also via my Blog - how I've found my job. Or how that even works when you are disabled, and if I even have to work while I am a student.

I am that kind of person who likes it to be busy. Even if that sounds crazy, but if I am not sick and if I do have free-time I am sick of free-time pretty fast. 
As soon as I started with studying here in Klagenfurt it was clear (at least for me) that I want to work.

It can be quite hard to find a job, but it can also be truly easy. I don't think that there is any subject where you don't need to go for an internship. If you work really good and if they need new staff you'll maybe get hired.

And I guess there are exhibitions also at your university where companies look for staff. That's also how you can find a job.

And when it comes to working even if you are disabled: I am kinda shocked when people with a disability say, that they can't find a job. I do think that sometimes it is their own fault. I actually never had problems! But I also don't go to companies and say: "I would work for you; but only if I can get to my office on my own - and also out of it again, if the barrier-free toilet is just like I need it, and if I can reach every single room in the office on my own, and much more.."

If a Company is interested in hiring people with a disability they will - without effort - rebuild the office step by step. But you can not do all in one.
And there are also helpful colleagues - they can help you with the doors.

-Laura