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Freitag, 8. Juni 2018

Hundelauf - Running with my dog

Picture by: Katharina T. Fotografie
Hallo & Welcome back!


Auf Lychee's Blog wollte ich eigentlich eher keine kritsichen Themen - schon gar keine die etwas mit meinem Handicap zu tun haben - aufgreifen.
Allerdings blieb mir nichts anderes übrig. Denn das aktuelle, kritische Thema hat etwas mit dem Thema Hund zu tun.

Kurz und knapp:
Meine Hündin läuft für ihr Leben gerne! Für sie gibt es glaube ich kaum eine bessere Freizeitbeschäftigung als laufen.
Und da es bei den Kärnten läuft Bewerben unter anderem einen Hundelauf gibt, dachte ich mir so, da könnten wir doch auch mitmachen.
Tja, dachten wir. Aber es geht bei dem Thema noch weiter; nämlich um die Gesundheit der teilnehmenden Hunde.

Ich habe all meine Gedanken im folgenden Blogpost verfasst: Teilnahme beim Dogging 2018?

Wenn ihr wissen wollt, worum es genau geht, dann schaut bitte dort vorbei.


My Dog loves to run. It is probably her favourite leisure activity.
So in carinthia we have the opportunity to take part of one event where you can run with your dog - it is kind of a little marathon.
I am talking about Kärnten läuft.

And we now found out, that people in a wheelchair are not welcome there.
So I have written a blogpost about that on Lychee's Blog. But it is only in german.
However: HERE is the link to it.

Update 16th June 2018

Since a few people have been asking me to translate the Blogpost you can find on my other blog i wanted to do so now.
The main problem is, that we can not take part of the run because I am using a wheelchair. The event manager says that it is because of security reasons. My wheelchair would be a safety problem.

But that is not the only thing which makes me mad!
The other problem in my point of view is, that there is no specific equipment in which the dogs have to take part. 
That means, that dogs can take part of the run - dpes not matter if they are in a harness or a collar.
I think that this is ridiculous!
On the one hand the event management says that I can not take part of the run just vecause of my wheelchair being a safety problem in their point of view; but on the other hand they don‘t care about the safety of the dogs at all!

This is just a short overview - but so everybodycan understand what is actually going on.

-Laura


Mittwoch, 7. Februar 2018

Gelebte Inklusion, oder? - That's how Inclusion works, right?

Hallo & Welcome back.

Während ich diesen Blogpost schreibe, bin ich gerade in meiner heiß geliebten (& warmen) Wohnung eingesperrt weil es schneit.
Also verzeiht mir, dass ich ein Thema aufgreife, welches ein wenig mit Weihnachten zu tun hat. 


Eines der neuesten Gebäude an der Universität Klagenfurt.
Auch das Gebäude in dem ich hauptsächlich studiere.
Der Eingang ist barrierefrei; im Gebäude selbst fehlt es aber auch
an einigen Ecken.
Picture by Michele Regger

Wenn man Menschen zuhört – auch jenen mit einem Handicap – möchte man meinen, dass Universitäten in Bezug auf Barrierefreiheit sehr fortschrittlich sind. Und somit auch in Bezug auf gelebte Inklusion.
Ich habe bereits öfter berichtet, dass auch an der Universität Klagenfurt nicht alles barrierefrei ist.
So kann man zum Beispiel das Krafttraining für Menschen mit Behinderung beim Universitätssportsinstitut (kurz USI) nicht besuchen wenn man im Rollstuhl sitzt.
Gelebte Inklusion in Bezug auf Sport wäre für mich etwas anderes.

Doch zumindest wenn ich mit meinen Freunden unterwegs bin fühle ich mich miteinbezogen. Sie ermöglichen mir ein normales Studentenleben, doch manche Dinge können selbst sie nicht ändern. Und oft werden auch auf der Universität – wo Inklusion doch angeblich schon ausgelebt wird wenn man den Leuten so zuhört – Dinge erst verbessert, wenn sich jemand beschwert.

Ich war einige Wochen vor Weihnachten beim Glühweinopening an der Uni. Gut angezogen und mit E-Rollstuhl. Mit der Annahme, dass wir sowieso im Zelt stehen würden. Doch falsch gedacht, eine Rampe gab es zum damaligen Zeitpunkt noch nicht. Mir fällt oft auf, dass selbst bei neu errichteten Dingen nicht mitgedacht wird.
Irgendwer dürfte sich jedoch danach beschwert haben, denn gut eine Woche später gab es plötzlich eine Rampe.

Ob so gelebte Inklusion aussieht weiß ich nicht. Denn müsste man dann nicht schon im Voraus an solche Kleinigkeiten denken?


Well, I am really sorry for talking about such a christmasy topic today, but while I am writing this blogpost I am closed in in my apartement because of snow.

I sometimes hear people talking about inclusion. And a lot of them say: "Well, universities are really up to date when it comes to inclusion of handicapped people."
I would like to argue that that's not true at all.
I have told you in the past that at the University of Klagenfurt we have a sports-centre with different courses. There is also a strength training for disabled people. Well, you can visit it only as long as you are not sitting in a wheelchair. That's not inclusion for me!

However when I am going out with my friends I feel like a normal student. They help me wherever they can but there are things they also can't change. 
So some weeks before christmas we went to the opening of the mulled wine bar at the university. I had a lot of clothes on and went there with my electronical wheelchair. My friends and I were sure that we would stand inside (in the tent where the bar has been situated) but that wasn't the case because there was no ramp!
Some days later there was a ramp. Probably because someone has complained.
But .. that is not inclusion for me. I mean why couldn't they think of such a tittle when they have build up the tent. 
That's really something I don't get at all. 

-Laura

Montag, 12. Dezember 2016

Christkindlmarkt Klagenfurt - Christmasmarket Klagenfurt

Hallo & Welcome back.

Der 3. Advent ist schon vorbei und einige von euch waren sicher schon mal beim örtlichen Weihnachtsmarkt (bei uns & hier in diesem Blogpost "Christkindlmarkt" genannt) - oder eben auch öfter.
Ich war auch schon einige Male dort und mal abgesehen davon, dass ich ihn - wie jedes Jahr - nicht so berauschend finde und nur für einen Glühwein hingehe, ist er auch heuer wieder nur mäßig barrierefrei.

Man sucht sich ja eigentlich SEINEN Lieblingsstand. Jeder hat einen eigenen Geschmack; und so findet man auch diesen einen Stand wo man den Glühwein (oder eben den Glühmost) am liebsten mag.
Leider hat man diese Auswahl als Rollstuhlfahrer NICHT. Am ganzen Christkindlmarkt in Klagenfurt gibt es eigentlich nur Stände mit Stehtischen; oder welche wo es zwar niedrige Tische gibt aber um zu diesen zu kommen muss man eine Stufe überwinden (oder mehr)!

Ja, leider ist das so. Doch es gibt einen Stand, bei dem ist das anderes. Er hat ein paar Stehtische und eben ein paar wo man sich setzen kann; und zu denen kommt man auch als Rollstuhlfahrer.
Leider ist dieser Stand dann dementsprechend auch immer überfüllt - weil alle Rollstuhlfahrer dorthin gehen.
Als Besitzerin eines Rollstuhls den man auch in die Höhe fahren kann, kann ich mich noch glücklich schätzen - denn so kann ich auch die Stehtische nutzen. Doch auch dann nur bedingt; oft kann ich nicht ganz dazufahren und komme dann erst nicht klar beim Glühwein trinken.
Natürlich bin ich auch mal mit Aktivrollstuhl unterwegs - aber auch mit dem ist es nicht einfach diese meist vorhandenen Stufen am Beginn eines Standes zu überwinden.

Falls ich mich irre und etwas übersehen habe, so sagt es mir doch bitte. Aber leider ist dies schon das dritte Jahr wo mir nur dieser eine Stand auffällt der auch wirklich barrierefrei ist.
Mit Gleichberechtigung & Inklusion hat das leider nichts zu tun!




The third of advent is already over and you may have already been at your local christmasmarket once or twice or more often this year.
I also have been there a few times already and as always I do not like it that much. I just go there to get me some mulled-wine. Because also this year my local christmasmarket is not really barrier-free.

I know that usually everyone is looking for their favourite mulled-wine stall. Everybody has a different taste and so everybody has this one stall where they find their favourite mulled-wine.
Well, as a wheelchair-user you don't have this possibility - at least not in Klagenfurt.
At the whole christmasmarket we have nearly only stalls with standing-tabels; or some which do have tabels where you can sit down but if you want to get there you have to overcome one step (or even more)!

Unfortunately it is like that. But there is one mulled-wine stall which is different. It does have standing-tabels but also some tables where you can sit down and which you can reach even as a wheelchair-user. Well, however as it is the only mulled-wine stall which is barrier-free and where you don't have to overcome a step usually it is totally crowded as every wheelchair-user is going there.
As I do have an electronical wheelchair which can be raised up so that I am taller I can usually use the standing-tables. But sometimes I can not really drive totally close to them and so it is hard for me to drink my mulled-wine.
However sometimes I do go to the christmasmarket with my active wheelchair in which I have to be pushed - and with that it is also kind of hard to overcome the steps.

If I am wrong please tell me. But it is already the third year where this is the only mulled-wine stall which I can reach.
This has nothing to do with equality and Inclusion!

-Laura

Montag, 26. September 2016

Jobben neben der Uni - Work & University

Hallo & Welcome back.

Oft fragen mich die Menschen auf Instagram - oder auch hier auf meinem Blog - wie ich denn überhaupt meinen Job gefunden habe. Beziehungsweise wie das überhaupt funktioniert wenn man eine Behinderung hat, und ob ich überhaupt neben der Uni arbeiten muss!

Also ich habe gerne viel zu tun. Auch wenn das verrückt klingt; aber wenn ich nicht gerade krank bin und eigentlich Freizeit habe, wird mir auch mal schnell langweilig.
Für mich war schon am Anfang meiner Studentenphase klar, dass ich nebenbei arbeiten möchte.

Einen Job zu finden kann schwierig werden, aber auch ganz einfach sein. Ich glaub es gibt kein Studium, wo man nicht auch Praktika machen muss. Wenn man sich dort gut anstellt und man überzeugt, kann es schon sein, dass man dann auch weiterhin dort arbeiten kann - neben dem Studium.

Außerdem gibt es sicherlich auch auf eurer Uni immer wieder Messen rund um die Jobsuche. Fast immer sind dort auch Firmen vertreten, die gerade Mitarbeiter suchen. So kann man auch einen geringfügigen Job finden.

Und zum Thema Behinderung: Ich finde es schockierend, dass so viele Menschen mit einer Behinderung behaupten, keinen Job zu finden. Ich glaube, dass es oft auch an den Menschen selbst liegt. Ich hatte eigentlich nie Probleme! Aber ich geh auch nicht hin und sage: "Klar arbeite ich gerne bei euch, aber nur wenn ich selbst ins Büro komme und auch wieder raus, wenn das BehindertenWC so und so ausschaut, wenn alle Räume im Büro ohne Barrieren erreichbar sind, etc."

Wenn ein Unternehmen Interesse daran hat, jemanden mit einer Behinderung bei sich einzustellen, dann werden sie sich auch die Mühe geben, nach und nach alles anzupassen. Aber alles aufeinmal geht nunmal nicht.
Und es gibt doch auch hilfsbereite Kollegen und Kolleginnen, die einen ganz sicher gerne die Türe aufhalten.


Sometimes people ask me via Instagram - but also via my Blog - how I've found my job. Or how that even works when you are disabled, and if I even have to work while I am a student.

I am that kind of person who likes it to be busy. Even if that sounds crazy, but if I am not sick and if I do have free-time I am sick of free-time pretty fast. 
As soon as I started with studying here in Klagenfurt it was clear (at least for me) that I want to work.

It can be quite hard to find a job, but it can also be truly easy. I don't think that there is any subject where you don't need to go for an internship. If you work really good and if they need new staff you'll maybe get hired.

And I guess there are exhibitions also at your university where companies look for staff. That's also how you can find a job.

And when it comes to working even if you are disabled: I am kinda shocked when people with a disability say, that they can't find a job. I do think that sometimes it is their own fault. I actually never had problems! But I also don't go to companies and say: "I would work for you; but only if I can get to my office on my own - and also out of it again, if the barrier-free toilet is just like I need it, and if I can reach every single room in the office on my own, and much more.."

If a Company is interested in hiring people with a disability they will - without effort - rebuild the office step by step. But you can not do all in one.
And there are also helpful colleagues - they can help you with the doors.

-Laura

Montag, 21. März 2016

Inklusion ohne Assistenz - Inclusion without assistance

Hallo & Welcome back.

Ich bin froh, dass es die Möglichkeit gibt, Assistenz zu haben. Nur durch meine Assistentinnen gelingt es mir, meinen Alltag zu bewältigen: Die Uni zu besuchen, Einkaufen gehen, beim Chor mitzusingen, und einfach alles zu machen was mir gefällt.

Aber wer denkt, dass das immer einfach ist, irrt sich. Ich muss eigentlich immer an beziehungsweise für zwei Personen denken.
Natürlich verdienen meine Assistentinnen Geld, aber das heißt nicht, dass ich sie überall hin mitnehmen kann. Wenn meine Assistentin zum Beispiel eine Katzenallergie hat, fällt Katzencafe aus.
Und außerdem heißt Leben mit Assistenz auch, dass man - wenn man auf die Assistentin angewiesen ist wenn man auf Veranstaltungen geht - den Eintritt für zwei Personen zahlen muss.

Des Weiteren muss ich, immer wenn ich die Dienste einteile daran denken, was meine Assistentinnen sonst noch tun. Wann sie auf der Uni sind, Geburtstag haben, oder auf Urlaub fahren.
Leben mit Assistenz heißt auch - und das obwohl ich keine 24h Assistenz habe - dass man sich mal auf die Nerven geht. Manchmal möchte ich einfach alleine sein; aber ich muss meine Zeit mit der Assistentin gut nutzen da sie eben nicht den ganzen Tag da ist.

Leben mit Assistenz bedeutet oft auch: doppelte Kosten. Natürlich ist meine Assistentin für ihre Verpflegung zuständig. Aber wenn ich mit ihr wohin fahre, muss ich auch ihr Ticket bezahlen. Ich muss auch ihre Hotelkosten übernehmen.
Das heißt - auf gut Deutsch - ich denke öfters mal: "Kann ich mir diesen Ausflug überhaupt leisten?"
Wenn ich auf Urlaub fahre, mache ich das meist mit Familie oder Freunden. Das ist günstiger - ich muss nur meine eigenen Kosten übernehmen.

Aber ohne Assistenz könnte ich das Leben, dass ich im Moment führe wahrscheinlich nicht führen. Sogar sicher nicht führen. Ich müsste noch immer bei meinen Eltern wohnen. Ich könnte vielleicht nicht studieren. Ich könnte nicht all meine Hobbies ausüben, denn meine Eltern haben auch nicht immer Zeit.
Und so geht es nicht nur mir, sondern auch allen anderen die Assistenz beziehen, oder darauf warten, welche zu bekommen.
Ich finde es einfach nicht gut, dass die Assistenzstunden jährlich gekürzt werden. Und trotzdem spricht man von Inklusion! Wie soll denn Inklusion funktionieren, wenn es keine Assistenzstunden mehr gibt und wir Menschen mit Handicap dann zu Hause eingesperrt sind?


I am so happy that there is the possibility to have a carer. Only because of my assistance I can manage my daily life: Going to the university, shopping, singing in a choir, and doing whatever I'd like to do.

But whoever thinks that this is always easy, is wrong. I always have to think about / for two people.
Of course my assistance earn money, but that doesn't mean, that I can take them with me to every single place. If one of them has a cat allergy I can't go to the catcoffee with them. Living with assistance also means, that - if you need your carer when you go to an event - you have to pay the entrance for two people.

I also have to think of their unilife, birthdays, holidays and much more whenever I arrange the upcoming days that I need them.
Living with the help of a carer also means - even if I don't have assistance 24/7 - that you sometimes just want to be alone; but you can't. I need to use the time my assistance is here so that she can help me.

Living with assistance sometimes also means: doubled costs. Of course my assistance has to pay her food and drinks on her own. However, whenever I take her with me I need to pay her ticket (for example: train) and her hotelroom.
That also means that sometimes I do think:"Can I even afford that?" 
Whenever I go on holidays I try to do that with family and friends. It's less expensive - I only have to take over my own costs.

However I couldn't live like I do right now without assistance. I still would have to live with my parents. I probably couldn't go to university. I couldn't have all the hobbies I do right now because my parents don't have time every single day.
And that's not only what I think, but also what other people who have assistance think.
It is not good that the hours of assistance get cut down each year. And even though the people talk about Inclusion! How should Inclusion work if there's no assistance anymore and us people with a handicap would be closed in at home?

-Laura

Montag, 27. Juli 2015

Rollifahreridealbild - The ideal

Hallo & Welcome back.

Das Thema welches ich heute ansprechen will beschäftigt mich seit einiger Zeit. Ich werd immer wieder komisch angeschaut weil ich im Rollstuhl sitze, Tattoos habe, gepierct bin und manchmal mit Freunden Alkohol trinke.
Aber eigentlich versteh ich nicht ganz, warum viele das so komisch finden; immerhin bin ich 19 Jahre jung. Piercings sind da ja schon Alltag und Tattoos auch fast. Auch ein Glasal guter Wein oder sonst was ist etwas ganz normales in diesem Alter. ABER NICHT wenn man im Rollstuhl sitzt!

Zumindest wird einem das von vielen in unserer Gesellschaft vermittelt.
Aber ich bin nicht die einzige Rollifahrerin mit Tattoos - hab hier auf der Reha auch noch eine andere kennengelernt.
Aber eigentlich möchte ich nur mal klären, warum das für die Gesellschaft so komisch ist.
Das Problem ist, dass es diverse Werbungen mit Spendenaufrufen gibt wo Rollstuhlfahrer meist so dargestellt werden: Sie wohnen in einem Heim. Können so gut wie nichts alleine machen. Deshalb braucht man Geld um sie zu versorgen. Sie können sich nämlich nicht alleine verständigen. Deshalb spricht auch in dieser Werbung jemand anderes für sie. Und lachen können sie sowieso nicht.

Ja ich weiß das klingt nun krass. Aber es gibt wirklich so eine Werbung. Wird auch jährlich noch "verbessert". Ich werde die Institution hier nicht nennen welche solche Werbungen machen. Finde es jedoch sehr schade, dass in Zeiten von Inklusion so etwas noch erlaubt ist.
Ganz viele Rollstuhlfahrer können sehr wohl zu Hause wohnen auch wenn sie nichts alleine machen können und vielleicht nicht einmal reden können. Immer mehr Familien versuchen diejenigen die mehr Hilfe brauchen länger in ihrer gewohnten Umgebung zu behalten, weil sie sich dort meistens auch wohler fühlen. 

Deshalb reicht es langsam auch, mit den komischen Blicken.
Genauso wenig möchte ich nicht mehr bei irgendwelchen Festen gefragt werden, warum ich denn ein Glas Wein trinke. Ich bin 19 Jahre alt. Studentin. Habe das Recht genauso zu leben wie alle anderen in meinem Alter es auch tun.
Und alle anderen Rollstuhlfahrer und Rollstuhlfahrerinnen haben ebenfalls diese Rechte ihr Leben so zu leben, wie es die anderen auch tun.
Und selbst wenn sie nicht im Rollstuhl sitzen, sondern eine andere Beeinträchtigung haben: LASST SIE IHR LEBEN GENIEßEN !


It has been a few weeks ago when I went to the city mall to do some shopping when I saw the eyes of the others on me, on my tattoos, on my piercings and then going down to my wheelchair. But why is it like that - that's what I asked myself since then.
I talked to a view people about it and found something what could be the reason.
I am 19; I am inked just like some few others in my age are and I am pierced like nearly everybody else is. And yes, I sometimes go out and drink some alcohol, but this is normal for a nineTEEN year old girl - BUT NOT if you are sitting in a wheelchair. 

Well, I am not the only girl in a wheelchair who is inked. Saw a lot of other wheelchair-users here in the rehabilitation centre who are inked too!
However we have got one problem. There are a few advertisements out there which show wheelchair-users like that: They live in an asylum. They can't barely do anything on their own. That's why they need money for taking care of them. And they can not talk on their own. That is why someone else is talking for them during the advertisement. And they - of course - can not laugh.

Yes I know that this sounds harsh. But we have those kinds of advertisements here in Austria even though everyone is talking about inclusion.
However I know that so many families try to keep their handicapped family members at home as long as they can because it is better for them.
And so many people can go to school even though they can not talk. There are so many inventions out there which help handicapped people.

And I am sick of those eyes on me only because I go out, because I am inked, because I got pierced, and because I am in a wheelchair and can laugh.
I and everybody else has the right to live however they want too - doesn't matter if they are handicapped or not.

-Laura

Montag, 7. April 2014

Wann sollte INKLUSION beginnen?

Hallo meine Lieben.

Heute komme ich zu einem Thema, mit dem sich eigentlich die ganze Gesellschaft auseinandersetzen sollte. Und vor allem die Politiker! - Ja ich weiß, viele tun es schon.

INKLUSION

Was bedeutet Inklusion für mich?
- Für mich bedeutet Inklusion, dass man überall dabei sein kann und darf, also auch in Vereinen wo nur "Fußgänger" unterwegs sind. Man sollte NIRGENDS ausgeschlossen werden.
Daher halte ich auch nichts von Schulen wo man nur Behinderte hinschickt.

Wann sollte Inklusion beginnen?
- Ab dem Kindergarten beziehungsweise der Kinderbetreuung VOR der Schule.
Ich kann mich erinnern, dass jemand meinen Eltern geraten hatte, mich in den Kindergarten vom AVS zu tun, da dort alles Kinder mit einer Behinderung drin waren. ZU MEINEM VORTEIL haben sich meine Eltern dagegen entschieden und mich in einen Kindergarten mit "Fußgängern" gesteckt :D

War ich immer "inkludiert"?
- Meiner Meinung nach ja. Zumindest wenn es nach meiner Familie ging. Es gab auch 4 Jahre meines Lebens, wo mich die Schulleitung wehement nirgendwo dabei haben wollte!!! Ich glaube, ich habe in diesen 4 Jahren viel verloren. Aber im Grunde bin ich auf viele Menschen gestoßen, die mir alles ermöglicht haben. Eigentlich die Mehrheit der Personen die ich bisher kennengelernt habe. An dieser Stelle: DANKE

Wer sollte sich für Inklusion einsetzen?
- ALLE! Wenn die Mehrheit etwas ändern will, kann es auch wirklich funktionieren. Vor allem den Eltern von behinderten Kindern kann ich nur raten, dafür zu kämpfen, dass ihr Kind auf eine normale Schule kommt (Schule mit "Fußgängern"), denn die Eltern können am besten einschätzen ob ihr Kind das schaffen kann. Und für uns Menschen mit Behinderung ist es ein tolles Leben denn man ist den Umgang mit "Fußgängern" & anderen Behinderten gewöhnt.

INKLUSION in meinem Leben?
- Ich bin nun im 12. (& letzten) Schuljahr und war immer auf einer Schule mit "Fußgängern". Ich war ebenfalls in einem normalen Kindergarten und davor bei einer Tagesmutter wo auch andere Kinder waren. Auch diese Kinder hatten keine Behinderung.
Außerdem besuche ich seit meinem 7. Lebensjahr regelmäßig die Musikschule wo ich auch immer mit "Fußgänger" zu tun habe. Auch bei der Singwoche welche ich seit 4 Jahren besuche sind eigentlich nur "Fußgänger", außerdem ist dort nichteinmal die Barrierefreiheit gegeben und trotzdem funktioniert alles! Natürlich bin ich auch immer wieder mit anderen Behinderten in Kontakt.
Ich finde es so wie es ist toll. Ich bin einfach überall dabei und ich möchte, dass dies für alle Behinderten möglich wird!
Das letztere ist zwar derzeit noch ein Traum aber wer weiß was noch kommt?!?

-Laura