Hallo meine Lieben.
Vor gut 2 Wochen war ich im Atrio (Villach) einkaufen, weil ich ein Outfit für die mündliche Matura gebraucht habe und noch einige Kleidungsstücke für den Sommer kaufen wollte.
Dabei ist uns aufgefallen, dass eigentlich nur ein Geschäft, und zwar der New Yorker, eine Umkleidekabine hat die groß genug ist, dass man mit dem Rollstuhl reinfahren kann.
Von einem anderen Shoppingtrip kann ich mich aber noch erinnern, dass auch der H&M eine ziemlich große Kabine hat wo man mit dem Rollstuhl problemlos hineinkommt.
Eine Kabine war sogar so klein, dass man da drin fast nicht einmal stehen konnte wenn man seine Einkaufstaschen auf den Boden gestellt hat!!!
Ich frage mich, ob es nicht für jedes Geschäft möglich wäre, aus zwei Kabinen EINE zu machen, denn dann wäre eigentlich schon genug Platz. Bei ganz kleinen Kabinen müsste man eben 3 zusammenlegen.
Ich muss ja zugeben, dass ich es einmal gehasst habe in Geschäften etwas anzuprobieren. Es war mir immer zu eng und hat mir zu lang gedauert.
Mittlerweile habe ich aber gar kein Problem mehr damit und nehme mir auch immer Zeit dafür.
Wenn die Geschäfte meinem Vorschlag folgen würden UND vielleicht noch in jene Kabinen einen Griff als Aufstehhilfe montieren würden, wäre es für uns Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte viel einfacher und wir hätten vielleicht auch mehr Lust aufs Shoppen.
Denn so kann ich oft die Sachen nur mitnehmen, zu Hause anprobieren, und dann wieder zurückbringen. Das geht aber auch nicht in jedem Laden!
Ich bin ja heilfroh, dass ich stehen kann und mich auch in den engsten Kabinen mit Hilfe noch irgendwie umziehen kann. Aber es nervt schon ziemlich!
-Laura
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Montag, 16. Juni 2014
Behindertengerechte Umkleidekabinen (Tägliche Situationen mit einem Rollstuhl)
Montag, 2. Juni 2014
Loreleyfelsen
Hallo meine Lieben.
Heute gibt es, wie versprochen, den zweiten Blogeintrag über meine Erlebnisse in Deutschland.
Samstag waren wir zuerst in Rüdesheim wo die anderen eine Seilbahnfahrt machten während ich, mit einer Begleitperson, zuerst zum Frisör ging (nur um Haare zu waschen) und dann fuhren wir mit dem Zug nach Assmanshausen weil dort die Bootsanlegestellen sind - wir haben dann nämlich mit dem Rest der Gruppe eine Rheinschifffahrt gemacht :)
Aufjedenfall wollte ich euch zeigen was beim Frisör rausgekommen ist da ich nicht oft Flechtfrisuren trage; und wenn dann nur ganz einfache.
Aber bevor ich zum Ausblick vom Loreleyfelsen komme, muss ich euch noch etwas erzählen.
Wir waren in Rüdesheim beim Bahnhof und der Zug kam. Dann haben wir gefragt wo der behindertengerechte Zugang ist. Jemand sagte "Dort vorne" und da gingen wir dann hin. Dort drückten wir auf den Knopf - nichts passierte.
Zum Vergleich: wenn ich in London bei den öffentlichen Verkehrsmitteln auf diesen Knopf gedrückt habe hat es wenigstens gepipst! & falls nicht riefen alle "We need the ramp!!!!" - Thanks to the british people, I miss your civilness :D
Naja, wie gesagt, in Deutschland passierte nichts - NIE. Also entschieden wir uns reinzufahren. Da kam jemand und fragte "Kann ich helfen?" & da Hilfe immer gut ist antworteten wir mit "Ja." Doch schon als wir antworteten hob der Herr vorne einfach auf!!! Es kam wie es kommen musste: wir sind gestürzt und ich hatte daraufhin starke Schmerzen im Rücken und generell auf der linken Seite. Mit ein paar Schmerztabletten ging es aber nach 2 Tagen wieder besser.
Ich möchte jetzt noch hinzufügen: Hilfsbereitschaft ist toll - aber man sollte schon auch fragen WIE man helfen kann bevor man einfach irgendwas macht. Achja, nach dem "Unfall" kam auch gleich nach dem aussteigen ein Herr und fragte "You okay?" - wir haben vorher nämlich mit ihm und seiner Frau (oder Freundin) kurz gesprochen; sie kamen aus England.
Am Abend waren wir dann am Loreleyfelsen. Ich und 2 Begleitpersonen (2 deshalb, weil wir nach dem Sturz nicht mehr alleine fahren wollten, zumindest ich nicht) fuhren mit dem Taxi rauf während der Rest raufwanderte.
Oben war es zwar windig aber trotzdem total schön. Und diese Aussicht!
Hier noch 2 Bilder; vom Loreleyfelsen aus und vom Schiff aus.
-Laura
Heute gibt es, wie versprochen, den zweiten Blogeintrag über meine Erlebnisse in Deutschland.
Samstag waren wir zuerst in Rüdesheim wo die anderen eine Seilbahnfahrt machten während ich, mit einer Begleitperson, zuerst zum Frisör ging (nur um Haare zu waschen) und dann fuhren wir mit dem Zug nach Assmanshausen weil dort die Bootsanlegestellen sind - wir haben dann nämlich mit dem Rest der Gruppe eine Rheinschifffahrt gemacht :)
Aber bevor ich zum Ausblick vom Loreleyfelsen komme, muss ich euch noch etwas erzählen.
Wir waren in Rüdesheim beim Bahnhof und der Zug kam. Dann haben wir gefragt wo der behindertengerechte Zugang ist. Jemand sagte "Dort vorne" und da gingen wir dann hin. Dort drückten wir auf den Knopf - nichts passierte.
Zum Vergleich: wenn ich in London bei den öffentlichen Verkehrsmitteln auf diesen Knopf gedrückt habe hat es wenigstens gepipst! & falls nicht riefen alle "We need the ramp!!!!" - Thanks to the british people, I miss your civilness :D
Naja, wie gesagt, in Deutschland passierte nichts - NIE. Also entschieden wir uns reinzufahren. Da kam jemand und fragte "Kann ich helfen?" & da Hilfe immer gut ist antworteten wir mit "Ja." Doch schon als wir antworteten hob der Herr vorne einfach auf!!! Es kam wie es kommen musste: wir sind gestürzt und ich hatte daraufhin starke Schmerzen im Rücken und generell auf der linken Seite. Mit ein paar Schmerztabletten ging es aber nach 2 Tagen wieder besser.
Ich möchte jetzt noch hinzufügen: Hilfsbereitschaft ist toll - aber man sollte schon auch fragen WIE man helfen kann bevor man einfach irgendwas macht. Achja, nach dem "Unfall" kam auch gleich nach dem aussteigen ein Herr und fragte "You okay?" - wir haben vorher nämlich mit ihm und seiner Frau (oder Freundin) kurz gesprochen; sie kamen aus England.
Am Abend waren wir dann am Loreleyfelsen. Ich und 2 Begleitpersonen (2 deshalb, weil wir nach dem Sturz nicht mehr alleine fahren wollten, zumindest ich nicht) fuhren mit dem Taxi rauf während der Rest raufwanderte.
Oben war es zwar windig aber trotzdem total schön. Und diese Aussicht!
Hier noch 2 Bilder; vom Loreleyfelsen aus und vom Schiff aus.
-Laura
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Montag, 7. April 2014
Wann sollte INKLUSION beginnen?
Hallo meine Lieben.
Heute komme ich zu einem Thema, mit dem sich eigentlich die ganze Gesellschaft auseinandersetzen sollte. Und vor allem die Politiker! - Ja ich weiß, viele tun es schon.
INKLUSION
Was bedeutet Inklusion für mich?
- Für mich bedeutet Inklusion, dass man überall dabei sein kann und darf, also auch in Vereinen wo nur "Fußgänger" unterwegs sind. Man sollte NIRGENDS ausgeschlossen werden.
Daher halte ich auch nichts von Schulen wo man nur Behinderte hinschickt.
Wann sollte Inklusion beginnen?
- Ab dem Kindergarten beziehungsweise der Kinderbetreuung VOR der Schule.
Ich kann mich erinnern, dass jemand meinen Eltern geraten hatte, mich in den Kindergarten vom AVS zu tun, da dort alles Kinder mit einer Behinderung drin waren. ZU MEINEM VORTEIL haben sich meine Eltern dagegen entschieden und mich in einen Kindergarten mit "Fußgängern" gesteckt :D
War ich immer "inkludiert"?
- Meiner Meinung nach ja. Zumindest wenn es nach meiner Familie ging. Es gab auch 4 Jahre meines Lebens, wo mich die Schulleitung wehement nirgendwo dabei haben wollte!!! Ich glaube, ich habe in diesen 4 Jahren viel verloren. Aber im Grunde bin ich auf viele Menschen gestoßen, die mir alles ermöglicht haben. Eigentlich die Mehrheit der Personen die ich bisher kennengelernt habe. An dieser Stelle: DANKE
Wer sollte sich für Inklusion einsetzen?
- ALLE! Wenn die Mehrheit etwas ändern will, kann es auch wirklich funktionieren. Vor allem den Eltern von behinderten Kindern kann ich nur raten, dafür zu kämpfen, dass ihr Kind auf eine normale Schule kommt (Schule mit "Fußgängern"), denn die Eltern können am besten einschätzen ob ihr Kind das schaffen kann. Und für uns Menschen mit Behinderung ist es ein tolles Leben denn man ist den Umgang mit "Fußgängern" & anderen Behinderten gewöhnt.
INKLUSION in meinem Leben?
- Ich bin nun im 12. (& letzten) Schuljahr und war immer auf einer Schule mit "Fußgängern". Ich war ebenfalls in einem normalen Kindergarten und davor bei einer Tagesmutter wo auch andere Kinder waren. Auch diese Kinder hatten keine Behinderung.
Außerdem besuche ich seit meinem 7. Lebensjahr regelmäßig die Musikschule wo ich auch immer mit "Fußgänger" zu tun habe. Auch bei der Singwoche welche ich seit 4 Jahren besuche sind eigentlich nur "Fußgänger", außerdem ist dort nichteinmal die Barrierefreiheit gegeben und trotzdem funktioniert alles! Natürlich bin ich auch immer wieder mit anderen Behinderten in Kontakt.
Ich finde es so wie es ist toll. Ich bin einfach überall dabei und ich möchte, dass dies für alle Behinderten möglich wird!
Das letztere ist zwar derzeit noch ein Traum aber wer weiß was noch kommt?!?
-Laura
Heute komme ich zu einem Thema, mit dem sich eigentlich die ganze Gesellschaft auseinandersetzen sollte. Und vor allem die Politiker! - Ja ich weiß, viele tun es schon.
INKLUSION
Was bedeutet Inklusion für mich?
- Für mich bedeutet Inklusion, dass man überall dabei sein kann und darf, also auch in Vereinen wo nur "Fußgänger" unterwegs sind. Man sollte NIRGENDS ausgeschlossen werden.
Daher halte ich auch nichts von Schulen wo man nur Behinderte hinschickt.
Wann sollte Inklusion beginnen?
- Ab dem Kindergarten beziehungsweise der Kinderbetreuung VOR der Schule.
Ich kann mich erinnern, dass jemand meinen Eltern geraten hatte, mich in den Kindergarten vom AVS zu tun, da dort alles Kinder mit einer Behinderung drin waren. ZU MEINEM VORTEIL haben sich meine Eltern dagegen entschieden und mich in einen Kindergarten mit "Fußgängern" gesteckt :D
War ich immer "inkludiert"?
- Meiner Meinung nach ja. Zumindest wenn es nach meiner Familie ging. Es gab auch 4 Jahre meines Lebens, wo mich die Schulleitung wehement nirgendwo dabei haben wollte!!! Ich glaube, ich habe in diesen 4 Jahren viel verloren. Aber im Grunde bin ich auf viele Menschen gestoßen, die mir alles ermöglicht haben. Eigentlich die Mehrheit der Personen die ich bisher kennengelernt habe. An dieser Stelle: DANKE
Wer sollte sich für Inklusion einsetzen?
- ALLE! Wenn die Mehrheit etwas ändern will, kann es auch wirklich funktionieren. Vor allem den Eltern von behinderten Kindern kann ich nur raten, dafür zu kämpfen, dass ihr Kind auf eine normale Schule kommt (Schule mit "Fußgängern"), denn die Eltern können am besten einschätzen ob ihr Kind das schaffen kann. Und für uns Menschen mit Behinderung ist es ein tolles Leben denn man ist den Umgang mit "Fußgängern" & anderen Behinderten gewöhnt.
INKLUSION in meinem Leben?
- Ich bin nun im 12. (& letzten) Schuljahr und war immer auf einer Schule mit "Fußgängern". Ich war ebenfalls in einem normalen Kindergarten und davor bei einer Tagesmutter wo auch andere Kinder waren. Auch diese Kinder hatten keine Behinderung.
Außerdem besuche ich seit meinem 7. Lebensjahr regelmäßig die Musikschule wo ich auch immer mit "Fußgänger" zu tun habe. Auch bei der Singwoche welche ich seit 4 Jahren besuche sind eigentlich nur "Fußgänger", außerdem ist dort nichteinmal die Barrierefreiheit gegeben und trotzdem funktioniert alles! Natürlich bin ich auch immer wieder mit anderen Behinderten in Kontakt.
Ich finde es so wie es ist toll. Ich bin einfach überall dabei und ich möchte, dass dies für alle Behinderten möglich wird!
Das letztere ist zwar derzeit noch ein Traum aber wer weiß was noch kommt?!?
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