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Montag, 29. Januar 2018

Behinderte shoppen nicht - We don‘t shop!

Hallo & Welcome back!

Ich war wieder mal am Land unterwegs (also bei meinen Eltern) und habe mich gefragt ob die Leute wirklich glauben, dass „Behinderte“ nicht shoppen gehen?

Es war kurz vor den Weihnachtsfeiertagen und auch wir mussten dafür noch einiges einkaufen. Und irgendwie war jeder Behindertenparkplatz besetzt!
So viele Menschen mit Handicap hab ich aber am Land bisher nicht gekannt und deshalb mal gecheckt, ob sie einen Ausweis haben. Einer! hatte einen ..
Natürlich waren auch die anderen - also normalen - Parkplätze besetzt.

Das schlimmste: am Land wird das nicht so konsequent kontrolliert wie in der Stadt. Und das stört mich wirklich sehr. Denn es ist nicht egal, dass diese speziellen Parkplätze besetzt werden & das müsste viel öfter abgestraft werden finde ich.

Denn ja: auch „Behinderte“ gehen einkaufen ihr Lieben; wir sperren uns nicht zu Hause ein. Stellt euch vor: wir gehen sogar zu Veranstaltungen, Feiern und vieles mehr was man halt so macht.


I have been visiting my parents again. They don‘t live in a city like I do and I really asked myself if people here think, that disabled people don‘t shop?

Some days before christmas also we had to buy food but somehow almost every parking slot for disabled people was occupied. To be honest: I haven‘t seen so many disabled people in this „village“ until then. And so I thought I would check if they have a card in their car which shows, that they need this parking slot. One! had it in the car ..
Of course also most of the normal parking slots have been occupied.

The worst thing is: in most cities they do control if disabled people or non-disabled people do use these parking slots. In most „villages“ they don‘t. But no matter where you live: they should control it everywhere because disabled people do need these bigger parking slots.

I just want to add: YES also disabled people go shopping; they don‘t stay at home every time. The truth is: we go to parties and all that kind of things too.

- Laura

Montag, 30. Mai 2016

Zu hohe Kosten - High costs

Hallo & Welcome back.

Als ich vor gut zwei Wochen in den Bus eingestiegen bin (mit Assistentin) saßen zwei ältere Damen sozusagen neben mir - im Bus.
Und circa eine Minute nachdem ich eingestiegen bin, ging es aufeinmal los.

Die zwei Damen - sicherlich schon in Pension - fingen an, neben mir darüber zu reden, dass sie niemals ein behindertes Kind auf die Welt bringen würden. Das sei doch viel zu anstrengend. Und außerdem kostet dass dem Staat viel Geld welches man doch für bessere Dinge ausgeben könnte.
WTF?!

Außerdem sagten sie noch, dass sie alle nötigen Untersuchungen in der Schwangerschaft machen würden um zu sehen, ob ihr Kind gesund sei oder nicht. Wäre es dies nicht, würden sie es nicht auf die Welt bringen.
Ich weiß nicht ob die zwei schon jemals davon gehört haben, dass Babys bei einigen Untersuchungen die nicht unbedingt nötig sind manchmal sogar verletzt werden - und sie erst dann behindert sind.

Auf jedenfall hab ich nichts dazu gesagt. Ich hab nur meine Assistentin darauf hingewiesen, dass sie doch auch mal zuhören sollte. Als ich aus dem Bus ausgestiegen bin musste ich erst einmal lachen. JA zum Glück hab ich so viel Selbstvertrauen, dass ich über so einen Blödsinn lachen kann.
Denn wenn das jemand anders hört wird er oder sie vielleicht traurig - bricht in Tränen aus und fragt sich: "Wofür bin ich eigentlich auf der Welt?!" Vor einigen Jahren hätte ich wahrscheinlich auch so reagiert.

Was ich eigentlich loswerden möchte ist: Ich finde diese zwei Damen arm. Arm weil sie anscheinend gar nicht wissen, was beeinträchtigte Menschen alles leisten können. Und auch arm deshalb, weil sie nicht einmal wissen, dass jährlich versucht wird weniger Geld für Menschen mit Behinderung auszugeben - und das ist wirklich arm & behindert!


About two Weeks ago I got into the bus (with my carer) and two older woman were sitting kinda next to me (in the bus).
About one minute after I got into the bus it all started.

The two women - probably already receiving the pension - started to talk, right next to me, that they'd never give birth to a disabled child. It would be too stressful. And it would be so expensive for the state - and the state could spend that money for better things.
WTF?!

And they also said, that they'd do all the examinations they could when they're pregnant. And when the child wouldn't be "healthy" they wouldn't give birth to it. 
I don't know if these two women have ever heard about the fact, that in some examinations the babies get hurt and are disabled afterwards.

However I didn't say anything to it. I just asked my carer to listen to that too. When I got out of the bus I had to laugh. YES I am happy that I am having so much self-confidence that I can laugh about something like that.
Because someone else would have probably started to cry - and think: "Why am I even alive?!" a few years ago I would have probably felt the same after hearing something like that.

What I actually would like to say is: I think that these two women are just poor. Poor because they probably don't know what disabled people can reach. And also poor, because they don't know, that the state tends to spend less and less money for disabled people each year - and that's really poor.

-Laura

Montag, 13. April 2015

That's my Story. & am Boden zerstört - & breaking down

Hallo & Welcome back.

Tut mir leid, dass es letzten Montag keinen Blogpost gab. Aber ich war in Italien und außerdem war Ostermontag, daher habe ich darauf verzichtet zu bloggen und den Tag mit Freunden aus Italien verbracht. Und mit meinem Vater.

Ich wollte wieder einmal ein That's my Story -Post veröffentlichen da ich in den letzten Tagen des öfteren Mal an meine jüngere Jugend gedacht habe.

Und dazu gehörte eben auch, dass ich oft Gedanken hatte, die meine Familie fertig gemacht haben.
Es mussten nur Kleinigkeiten passieren und ich war wieder am Boden. Ich dachte andauernd, es hätte alles mit meiner Behinderung zu tun.
Des Weiteren habe ich mich andauernd gefragt "WARUM GENAU ICH?"; Ich wollte ein normales Leben führen. Aber heute denke ich mir, dass mein Leben doch eigentlich normal ist.
Aber trotzdem war es das für mich damals nicht. Warum ist eigentlich schnell erklärt: Viele in meinem Umfeld kamen eben nicht mit mir zurecht. Zumindest nicht mit meiner Behinderung! Aber heute weiß ich, dass es gut so war. Das klingt zwar verdammt blöd, aber so bin ich zu dem geworden was ich heute bin. Nur so konnte ich so stark werden.

Ich glaube aber, dass ich nicht die einzige bin, die sich diese Fragen gestellt hat. Viele fragen mich oft, ob ich glaube, dass es leichter ist mit einer Behinderung umzugehen wenn man diese von klein auf hat. Ich habe darauf keine Antwort. Die meiste Zeit war es leicht für mich. Trotzdem gab es 3 Jahre in meinem Leben wo ich nicht damit zurecht kam. Und ich glaube eben bis heute, dass es nicht allein meine Schuld ist. Wären mir meine Lehrer nicht im Weg gestanden, wär das alles anders gelaufen.

Aber ich war vernünftig genug, meine Mama um Hilfe zu bitten. Die Hilfe anzunehmen, die sie mir angeboten hat. Ich ging zu einer Psychologin. Ich hab das auch nie abgestritten, alle in meinem Umfeld wussten davon! Und ich sag euch eines: das war die beste Entscheidung! Nur so konnte ich aus diesem "Loch" herauskommen und - ja das klingt nun echt krass - weiterleben; nun ja, ich habe oft gesagt "ICH MAG NICHT MEHR!"






Auf dem Foto aus dieser Zeit sieht man - finde ich - dass nicht alles gepasst hat.


I am sorry that I did not post anything last monday as it was Easter Monday and I have been in Italy.
However I have been thinking about my earlier teenage-years during the last days and I wanted to share my thoughts with you as I guess a lot of you have these problems right now.

It was kind of hard for me but also for my family. Whatever happened: I was thinking that everything was the fault of my handicap!
And I was asking myself: "WHY DID THIS HAPPEN TO ME?"; I just wanted to live a normal life. Looking back today I know that my life has been and still is normal.
The problem was that there were too many people around me who could NOT handle me; well at least not my handicap.

However I guess I am not the only one with a handicap who asked herself / himself if everything is the fault of this handicap. A lot of people often ask me if I think that it's easier to life with a handicap when you have it since you were born. I don't have an answer.
For me it has been easy. There were only 3 years where it wasn't. And I guess it was not my fault. If the teachers would have shown respect it would have been easier. However, today I know that it was good as it has been. Otherwise I would not be the person I am today.

But I was wise. My mom once came up to me with the opportunity to go to a psychologist. And I did so. Today I know that this decision was the best decision I could take. With the help of my psychologist I got out of this "hole" again and could live on; I know this sounds crazy but I often have said "I DON'T WANT TO LIVE ANYMORE!"

The picture is from that time. And it shows, that I did not feel good.

-Laura


Donnerstag, 3. April 2014

That's my Story. & meine Lidheberschwäche

Hallo meine Lieben.
& Willkommen zu einem weiteren Eintrag von That's my Story.

Heute geht es um meine Lidheberschwäche.

Was ist das?
- ich habe mich nicht näher informiert, bei mir liegt es aber an der Muskelschwäche.
Am einfachsten ist es so erklärt: ich habe einfach keine Lidfalte.

Ich habe das schon seit der Geburt. Und Anfangs konnte ich meine Augen nicht mal richtig öffnen; daher habe ich meinen Kopf immer nach oben gerichtet um jemanden zu sehen.
Ich hatte dann 3 Operationen wo man mir zuerst meine Stirnmuskulatur über die Augenbrauen mit meinem Lid mit Hilfe von Fäden verbunden hat.

Bei der 3. Operation war ich 7 Jahre alt. Diese war nur nötig, weil meine linke Narbe immer entzündet war. Daher nahm man die Fäden wieder raus.
Okey, mein linkes Auge lässt sich zwar nicht so einfach heben wie das rechte, aber es bleibt offen und funktioniert.

Ich muss zugeben, dass ich in der 5.-7. Schulstufe überlegt hatte, mir eine Lidfalte machen zu lassen. Dies wäre auch mit einer Operation verbunden gewesen.
Ich habe mich damals auch informiert und meine Eltern sind extra mit mir nach Salzburg gefahren. Ich habe mich dann aber dagegen entschieden.

Warum?
Hier kann man das gut erkennen
- Ich war viel zu jung um diese Entscheidung zu treffen (meiner Meinung nach). Immerhin ist diese Operation auch mit Risiken verbunden!
Und im Nachhein bin ich froh es nicht gemacht zu haben.
Es gehört nun mal zu mir. Ich finde meine Augen wunderschön! Und sie sind SO WIE SIE SIND ein Teil von mir.



Meine anderen That's my Story Einträge findet ihr unter "About Me" http://lauraimrolli.blogspot.co.at/p/about-me-laura-gentile.html

Bevor ich diesen Blogeintrag beende, möchte ich euch darauf hinweisen, dass ich ein kleines Problem was aufgrund der Operationen entstand schon ausgebessert habe. Dazu wird es auch einmal einen Blogeintrag geben!

-Laura




Sonntag, 6. Oktober 2013

That's my Story. & wie ich in den Rollstuhl kam

Oft hab ich mir gedacht, dass ich euch mal erzählen möchte, wieso ich überhaupt im Rollstuhl sitze.
Also geht es jetzt mit einem spannenden & vielleicht auch lustigen Blogeintrag los!

Sofort nachdem ich im März 1996 auf die Welt kam war klar, dass mit mir etwas nicht stimmt.
Ich hatte weniger Kraft als andere Babys, obwohl ich nicht zu früh auf die Welt kam.
In den nächsten Jahren wurde ich oft untersucht, es stand schon bald fest das ich eine Muskelschwäche (Muskeldystrophie) habe. Aber welche???

Also wurde ich weiter untersucht, an Teilen meines Oberschenkels wurden Muskelproben genommen (man sieht nur kleine Narben), doch man konnte mich zu keiner Muskelschwäche zuordnen. Also haben meine Eltern ein wenig in der Vergangenheit nachgeforscht, ob ich es womöglich geerbt habe - aber auch da hat man nichts gefunden.

Ergebnis: Ich habe eine Muskeldystrophie welche man nicht zuordnen kann. Daher weiß man auch nicht wie ich mich entwickle.
Aber was ich ja spannend finde ist; es gibt 200 Menschen auf der Welt die eine einzigartige Krankheit haben, da gehör ich also auch dazu!

Aber mal etwas ernstes: Die Ärzte haben kurz nach meiner Geburt gesagt, dass ich nie gehen werde und geistlich werd ich wahrscheinlich auch nicht fit sein!
Ich, als Widder, musste ihnen natürlich das Gegenteil beweisen, und habe mit 1 Jahr geplappert wie ein Kind mit 1 1/2 Jahren. Außerdem hab ich mit 3 Jahren (spät aber doch) mit dem Laufen begonnen :-))
Ich hatte immer schon einen starken Willen. Für längere Strecken bekam ich einen Kinderwagen der für mich angefertigt war. Aber eigentlich war ich meist zu Fuß unterwegs. Und wenn ich mal gefallen bin, bin ich nach ein paar Tränen wieder aufgestanden.

In der 7. Schulstufe bekam ich einen Rollstuhl da ich für den Kinderwagen einfach zu groß war. Ich benutzte ihn aber so wenig wie möglich.
Doch mit dem Wechsel in die Oberstufe war ich auf den Rollstuhl angewiesen da wir oft die Klasse wechseln mussten und außerdem sind in der Schule doch einige Stufen!
Nebenbei wurde ich mit jedem Sturz ängstlicher, weshalb ich nun nur mit Unterstützung (das kann auch eine Wand sein) oder dem Rollstuhl unterwegs bin.

-Laura

PS: wenn ihr mehr Geschichten aus meiner Vergangenheit wollt, dann sagt mir bescheid und ich poste ein paar witzige Erinnerungen die ich hab.