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Montag, 27. März 2017

Jetzt barrierefrei (nicht) - Finally Acessible (not)

Hallo & Welcome back.

Ich möchte euch heute eine kurze Geschichte aus meinem Unileben erzählen. Passiert ist das ganze erst vor ungefähr 2 Wochen.

Ich hatte mal wieder einen langen Unitag und es war kalt draußen. So beschloss ich, den Weg durch die Uni zu nehmen weil der endlich wieder "offen" ist - es wurde nämlich umgebaut.
So machten wir uns auf den Weg und der uralte Lift wurde noch immer nicht ausgetauscht aber egal - das Ding fährt. Oben angelangt staunte ich erstmal nicht schlecht, neue Türen zu den "Klassenzimmern" und diese waren mit Glas umrahmt.
Doch Moment mal: Die Türen sind doch aufeinmal viel enger als sie es zuvor waren! Und wieso macht man Glasfronten wenn diese dann zugekleistert oder zugestellt werden - das hätte man sich sparen können und in breitere Türen investieren können. Nun, die Türen sind mir relativ egal. Klingt egoistisch, ist aber so. Ich habe in dem Gebäude fast nie Uni und wenn doch mal werd ich einfach eine Lösung finden müssen - aber Hey, es wurde im Jahr 2016 / 2017 umgestaltet und entspricht NICHT der Norm.

So gingen wir weiter - meine Assistentin und ich - und irgendwie musste sie mir mindestens 3 Glastüren öffnen. STOP: die waren vorher nicht da. Gibt es einen automatischen Türöffner? NEIN! Was soll der Blödsinn?
Das "i-Tüpfelchen" an dem Tag war dann, dass die neue und hochmoderne Brandschutztür unabsichtlich geschlossen war. Durchkommen? Geht wenn man eine sehr hohe Schwelle überwinden kann.
In den Tagen darauf war diese Tür noch öfter geschlossen - wie es mir Studienkollegen erzählt haben. Und die automatischen Türöffner an den (unnötigen) Glastüren gibt es immer noch nicht. 


Die Uni schlägt mit diesem Umbau die zuvor vorhandene Barrierefreiheit in die Flucht. Traurig, aber wahr.


I would like to tell you a story out of my Universitylife today. This happened to me about 2 Weeks ago.

I had another long Uniday and it was quite cold outside. So I decided to walk inside of the University - instead of outside & around the University.
Well, they just have rebuild most of it but they did not replace the old elevator. However, it is still working so I don't care. As soon as I have reached the first floor I saw the new "Classrooms".

Wait: the Doors seem to be quite small now! They have not been that small before all of this. Well, I can be quite happy because I  rarely have to use this classrooms - but if I have to I need to find a solution. But what I don't get: they started to rebuild in 2016 so why are the doors smaller than they have been before? This is NOT how it should be.
So we kept going - me and my personal assistance - and she had to open me a lot of (Glas)doors - at least 3 of them. STOP: There have not been any Doors before they started to rebuild everything. Is there an automatical door-opener for People with a Handicap? NO! Why are you doing that?

University was quite accessible before this process. But now it isn't so accessible anymore.

-Laura

Montag, 23. März 2015

Studieren mit Behinderung (Teil 6) - Universitylife

Hallo & Welcome back.

Da meine vorerst letzten Tage auf der Uni schon fast gezählt sind, dachte ich mir, ich schreib vor den kommenden Ferien noch einmal etwas über mein Unileben.

Ich muss zugeben, als ich Teil 5 geschrieben habe dachte ich niemals, dass der Monat März SO ablaufen wird.

Um genau zu sein hab ich dieses Semester schon ziemlich viel verpasst, auch wenn es zum Glück NUR Vorlesungen waren.
Warum? - Ich, lauraimrolli, das "brave Mädchen", hab das Partyleben für mich entdeckt.

Als ich Anfang März nach Klagenfurt kam war eigentlich alles wie immer. Doch nach zwei Tagen wusste ich, dass alles anders sein wird als im Wintersemester - nicht mehr so langweilig.
Klar habe ich von vornherein schon mehr Stunden auf der Uni eingeplant aber wer hätte gedacht, dass ich so tolle neue Nachbarn haben werde?

Seither sind wir fast jedes Wochenende am feiern. Auch wenn wir dabei nur in der Gemeinschaftsküche sitzen, laut Musik hören und ein bisschen was trinken finden wir das alle super. Natürlich sind wir auch schon weggegangen - megalustig!

Achtung: Wenn ihr in einem Club voller Studenten seit und vielleicht ebenfalls so "klein" wie ich - sitze ja im Rollstuhl - müsst ihr eure Klamotten mit sehr großer Wahrscheinlichkeit mehr als nur einmal waschen. Ich wurde nämlich wirklich andauernd angeschüttet! Lustig fand ich es trotzdem ;)

Außerdem hat mir meine Assistentin mal erzählt, dass eine der Rollstuhlfahrerinnen hier auf der Uni bei jeder Uniparty jemanden "abschleppt" (Ich tu das nicht!) Wir haben spekuliert und dachten, dass wär vielleicht wegen ihrer hohen Stimme (wer weiß, worauf die Männer so stehen).
Mittlerweile können wir uns dieses Phänomen jedoch auch nicht mehr erklären da auch ich bei jeder Party von mindestens! 3 Typen angesprochen werde.
Eine Freundin meinte, ich wär ein Phänomen: "Zehn Minuten im Club und du hast ne Nummer. WIE MACHST DU DAS?" - Wenn DU ne Antwort willst kannst lange suchen oder musst zumindest jemand anderen fragen, ich kann mir das selbst nicht beantworten.

Mittlerweile freue ich mich auf die Ferien da ich diese zum lernen nutzen möchte.
ABER ich werde meine tollen, nun nicht mehr neuen, Nachbarn vermissen. Daher feiern wir heute Abend auch noch einmal anständig in meinen Geburtstag hinein - ab morgen bin ich dann ein Jahr älter (19).


Guys, can you remember THIS blogpost? When I wrote it back at the beginning of march I never thought that this semester is going to be like that.

You may know that I found my universitylife kinda boring in the last semester. So I planned to do a lot more hours at the university now during this semester. However I already missed a lot because I've got some new and amazing neighbours.

After like two days back in the dorm I knew that it would be different than the last months. They're all so freaking nice and talking so much in English is even more fun (some of them are here as Erasmus-students which means that they are from different nations).
Since they are here we are partying nearly every weekend.

Of course most of the times we are just sitting in the kitchen, drinking, playing cards, listening to music and having fun.
But we also went to other parties and I have to admit that I love this thing. I've never been like that and most of the times I did not even understand the people who went out every weekend. Now I got them and I am probably just like them. However I guess this will change again but right now I just want to enjoy my weekends and go to university whenever I have to.

Attention: If you're sitting in a wheelchair you may know the problem that everyone spills their drinks on you in a club. This happens to me all the time but I don't care anymore. It is so much fun anyways!

Oh and there's another thing I find pretty cool!
One woman in a wheelchair is going out a lot too and I've heard a few people saying that she always finds someone new at the parties she goes to. I was wondering about that!
Until now I don't have an answer why it is like that but it happened to me too. Wherever I go at least 3 men try to flirt with me.
One of my friends said: "You're a phenomenon. 10 minutes in a club and you've got a number already. HOW DO YOU DO THAT?" - To be honest: I've no idea. Society just changed I guess and it doesn't matter anymore if you're handicapped or not.

-Laura



Montag, 22. September 2014

Studieren mit Behinderung (Teil 1) - Universitylife

Hallo & Welcome Back.

Ich nenne das ganze jetzt einfach mal Teil 1, weil ich darüber sicher noch mehr zu schreiben hab in der ersten Zeit.

Im Moment studier ich ja noch nicht, aber die Vorbereitungen fürs Studium und Umziehen laufen. Und das schon seit Juli!
Im Heim werden, zum Glück, noch Sachen gerichtet damit es barrierefreier ist und ich besser selbstständig zurechtkomme.
Meinen Stundenplan habe ich zusammengestellt und auch schon herausgefunden, ob alle Hörsäle barrierefrei zugänglich sind.
Gut.

Ein bisschen was eingekauft hab ich auch schon: also Bettwäsche UND einen Lattenrost. Einen elektrischen versteht sich. Was das kostet! Aber gut, es fehlen noch ein paar Sachen wie, zum Beispiel, Geschirr.

Was auch noch gerichtet werden sollte, sind die Gehsteige. Also die Übergänge. Aber das werd ich noch testen.
(Vielleicht schon bevor dieser Blogeintrag online geht und dann schreib ich noch dazu, ob ich mit dem E-Rollstuhl zurecht komme)
Update: Ein paar Übergängen müssen wirklich gerichtet werden, und das werden wir schon noch abklären, aber zur Uni komm ich ja schon mal :)

Was auch noch geklärt werden muss, ist die Sache mit der Persönlichen & Arbeitsassistenz. Ich hab schon Assistenten, aber noch zu wenig.
Also finde ich entweder noch welche ODER meine Mama (Hallo Mama, ich weiß, dass du das liest) muss in erster Zeit doch noch ein bisschen hin und her fahren :D
Aber jetzt muss ich mal einteilen WANN ich in den ersten zwei Wochen Assistenz brauche. Und dann muss ich das ganze koordinieren.
Es wird spannend!


Okey I'm not even sure if Universitylife is a word but I wanted my english speaking reader to know what I'm talking about today. And I guess you understand me :D

And I also called it "Teil 1", which means "Part 1", because I think that there will be more to write about when University started.

I'm not going to university yet, but the prearrangements are running. Not only for studying, but also for moving.
Some things are still getting prepared for a better self-dependence in the dorm where I'm living while I'm studying in the city.
I already finished arranging my timetable and found out if every lecture hall is accessible with the wheelchair.
Good.

Then I went shopping and bought bedclothes AND a duckboard; naturally an electric duckboard. It was expensive! I still need some things like dishes. But that's okey.

There's still another problem: the sidewalk. Because I sometimes can't cross the street because the sidewalk isn't wheelchair accessible. So I guess I gotta make a little test where I can/can't drive.
(I'll probably do this already before posting this so you'll still read about it here)
Update: A view sidewalks have to be reconditioned so that it's easier for everyone.
But I can at least reach the university :) 

And then there is the problem with the assistance; the personal one and the one for university.
I have some assistant(s?) but not enough. 
But I guess I'll still find some in the first month of universitylife.
During the first time I'll still call my mom sometimes; I guess
But now I have to arrange the first two weeks: when I need some help and when not. We'll see.
I'm sooo excited but also nervous!

-Laura